Bundesregierung will Sonderprogramm für Flüchtlinge auslaufen lassen

28. Mai 2018
Bundesregierung will Sonderprogramm für Flüchtlinge auslaufen lassen

Düsseldorf (ots) – Die Bundesregierung will das Flüchtlings-Sonderprogramm im Bundesfreiwilligendienst mit Tausenden Plätzen und jährlichen Mitteln von rund 40 Millionen Euro nicht über die bis Jahresende laufende Frist hinaus verlängern. „Eine Fortsetzung ist derzeit nicht beabsichtigt (…) Im Haushalt 2019 sind derzeit für den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug keine Mittel eingeplant“, heißt es in einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag, die der „Rheinischen Post“ (Düsseldorf/Montag) vorliegt. 19 zivile Organisationen bitten in einem Brief an das Bundesfamilienministerium darum, die Sonderförderung in die vorhandenen Programme – den Bundesfreiwilligendienst, das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr – zu übertragen. So könnten 5000 Freiwilligenplätze erhalten bleiben. Die Grünen-Politikerin Anna Christmann sagte, streiche die Bundesregierung die Mittel aus dem Sonderprogramm tatsächlich ersatzlos, lege sie bei der Integrationspolitik den Rückwärtsgang ein.

Das Sonderprogramm bietet Deutschen sowie Asylberechtigten und Asylbewerbern mit „guter Bleibeperspektive“ die Möglichkeit, einen Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren. Nach Regierungsangaben haben sich von Dezember 2015 bis Mai dieses Jahres insgesamt 11.040 Menschen in diesem Rahmen engagiert. Mit Abstand am stärksten wurde das Angebot in Nordrhein-Westfalen (2008 Plätze) angenommen, gefolgt von Baden-Württemberg (1206) und Berlin (1158). In Hessen beteiligten sich 383, in Rheinland-Pfalz 347 und im Saarland 140 Menschen. Die meisten Freiwilligen waren Deutsche (5991). Unter den Ausländern waren die Syrier mit 2328 Plätzen die größte Gruppe, die zweitgrößte Anzahl kam aus Afghanistan (456 Menschen) und dem Irak (278).

Quellenangaben

Textquelle:Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/30621/3954249
Newsroom:Rheinische Post
Pressekontakt:Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Weitere interessante News

Bundesgesundheitsministerium: Neuer Feiertag macht Pflegeversicherung teurer Osnabrück (ots) - Bundesgesundheitsministerium: Neuer Feiertag lässt Beiträge zur Pflegeversicherung steigen Spahns Staatssekretär warnt die Nordländer - Kritik an arbeitsfreiem Reformationstag Osnabrück. Das Bundesgesundheitsministerium hat die norddeutschen Bundesländer vor der Einführung eines neuen Feiertags gewarnt, weil damit die Beiträge zur Pflegeversicherung steigen würden. Nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) weist Staatssekretär Lutz Stroppe in einem Brief an s...
Graf Lambsdorff: Trumps mangelnde Ernsthaftigkeit macht sprachlos Düsseldorf (ots) - Der Vize-Chef der FDP-Fraktion im Bundestag, Alexander Graf Lambsdorff, zeigte sich entsetzt über die Drohung von US-Präsident Donald Trump gegenüber Russland. "Der Mangel an Ernsthaftigkeit, den der amerikanische Präsident als Oberkommandierender der stärksten Streitkräfte der Welt zeigt, macht einen sprachlos", sagte Lambsdorff der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Es sei sehr besorgniserregend, dass der US-Präsident Russland wie einen Sc...
Wer Juden hasst, greift uns alle an Berlin (ots) - Berlin trägt Kippa. So lautet das Motto, unter dem jüdische Verbände zu Solidarität aufgerufen haben. Es sollte uns beklemmen, dass das notwendig wurde. Jüdisches Leben, gerade in Deutschland, muss selbstverständlich sein. In den letzten Wochen mussten wir bitter erfahren, dass das nicht immer so ist. Trauriger Höhepunkt war der Angriff eines syrischen Flüchtlings auf einen Kippaträger. Zuvor hatte es bereits eine Debatte über die Rapper Farid Bang und Kollegah gegeben. In was für...

Über Presseportal.de

presseportal.de - Die große Online-Datenbank für Presseinformationen in Text, Bild, Audio und Video. Pressemitteilungen und Pressematerial zu sehr vielen verschiedenen Themen. Ein Service von news aktuell aus der dpa-Firmengruppe.

© Copyright 2017. IT Journal.