Monsun gefährdet Flüchtlingscamps in Bangladesch

28. Mai 2018
Monsun gefährdet Flüchtlingscamps in Bangladesch

Bensheim (ots) – Die Not der Rohingya, die vor Verfolgung und Gewalt von Myanmar nach Bangladesch fliehen mussten, verschärft sich: Die erwarteten starken Monsunregenfälle in Südostasien gefährden die provisorischen Unterkünfte in den Flüchtlingscamps, unbefestigte Wege werden unpassierbar. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) warnt vor den dramatischen Folgen vor allem für die Schwächsten: „Menschen mit Behinderungen haben bei Flut und Überschwemmungen kaum Zugang zu Hilfe“, erklärt CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. „Dabei sind sie es, die besondere Unterstützung benötigen, etwa regelmäßige Medikamente. Wir werden unsere Aktivitäten in den Camps daher umgehend ausweiten und sicherstellen, dass niemand im Stich gelassen wird.“

Sandsäcke schützen Unterkünfte und Gesundheitsstation

Als Sofortmaßnahme stellen die CBM und ihre Partner im Flüchtlingscamp von Cox’s Bazar im Südosten Bangladeschs unter anderem Sandsäcke bereit: Sie schützen nicht nur die Hütten und Zelte der Geflüchteten vor dem Wasser, sondern auch die Gesundheitsstation, in der die CBM schon seit Monaten dringend benötigte medizinische Hilfe leistet.

Durch die Überschwemmungen drohen sich jetzt Krankheiten wie Typhus oder Cholera auszubreiten. Um auch die Menschen zu behandeln, die es wegen des Schlamms und unwegsamen Geländes nicht bis zur Gesundheitsstation schaffen, kommen die Ärzte mit einer mobilen Klinik oder zu Fuß auf Hausbesuch. Außerdem schult die CBM andere Hilfsorganisationen darin, ihre eigenen Fluthilfen barrierefrei zu gestalten, damit auch Menschen mit Behinderungen Zugang haben. Insgesamt werden 100.000 Personen in Cox’s Bazar durch die Nothilfe-Maßnahmen der CBM erreicht.

Hilfe auch in anderen Landesteilen: Solarbetriebenes Rettungsboot

Doch nicht nur Flüchtlingscamps sind von den starken Regenfällen bedroht. Auch in anderen Teilen Bangladeschs können die Bewohnerinnen und Bewohner nicht vor den Wassermassen fliehen. Vor allem geh- und sehbehinderte Menschen drohen ohne Hilfe zu ertrinken. Hier fördert die CBM den Einsatz eines barrierefreien solarbetriebenen Rettungsbootes, das Menschen mit und ohne Behinderungen in Sicherheit bringt.

Seit über 100 Jahren Entwicklungshilfe

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie fördert seit über 100 Jahren Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern. Die Aufgabe der CBM ist es, das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Behinderungen zu vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Die CBM unterstützt zurzeit 628 Projekte in 59 Ländern. Weitere Informationen unter www.cbm.de.

Quellenangaben

Textquelle:Christoffel Blindenmission e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/37342/3954559
Newsroom:Christoffel Blindenmission e.V.
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