Rund 200 Unternehmen drohen Netzentgelt-Nachzahlungen

30. Mai 2018
Rund 200 Unternehmen drohen Netzentgelt-Nachzahlungen

Essen (ots) – Nach einer Entscheidung der EU-Kommission gegen die Netzentgelt-Befreiung großer Stromverbraucher drohen zahlreichen Unternehmen millionenschwere Zahlungen an die Staatskasse. „Auf rund 200 Firmen kommt eine deftige Nachzahlung zu“, sagte Grünen-Bundestagsfraktionsvize Oliver Krischer der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Mittwochausgabe). „Gerade für Unternehmen aus den Bereichen Aluminium, Papier, Glas und Kupfer ist das problematisch, weil hier die Renditen nicht hoch sind.“

Betroffen von der Entscheidung der EU-Kommission sind unter anderem der Essener Aluhersteller Trimet, der Chemiekonzern Evonik und der Bochumer Mineralölriese BP. Evonik erklärte, die finanziellen Auswirkungen für die einzelnen Unternehmen müssten „individuell erst noch ermittelt werden“. Auf Anfrage der WAZ teilte BP mit: „Wir prüfen derzeit den Sachverhalt und können daher momentan keine weiteren Angaben dazu machen.“ Ähnlich äußerte sich Trimet.

Nach Einschätzung der EU-Kommission war die Netzentgelt-Befreiung für große Stromverbraucher in Deutschland in den Jahren 2012 und 2013 illegal. Deutschland müsse diese Beihilfen nun zurückfordern. Insbesondere für Trimet könnten die Folgen gravierend sein. Wie aus Unterlagen der Bundesnetzagentur hervorgeht, hat Trimet allein für das Jahr 2012 rund 29,5 Millionen Euro erhalten. Ähnlich hoch dürfte die Entlastung im Folgejahr gewesen sein. Damit droht Trimet eine Rückzahlung von 59 Millionen Euro.

Quellenangaben

Textquelle:Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/55903/3956587
Newsroom:Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Pressekontakt:Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Weitere interessante News

Baugewerbe begrüßt Einsetzung eines Bauausschusses Berlin (ots) - "Jetzt heißt es zügig durchstarten." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, die gestrige Entscheidung der Koalition, nach der langen Phase der Regierungsbildung endlich auch einen Bauausschuss einzusetzen. Pakleppa weiter: "Wir begrüßen die Einsetzung eines Bauausschusses ausdrücklich und die Koalition kommt damit einer Forderung des Baugewerbes nach. Bei den immensen Aufgaben im Bereich des Wohnungsbaus un...
das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zu Importzöllen Bielefeld (ots) - Importzölle, Strafzölle, Handelskrieg: Die verbale Aufrüstung ist in vollem Gang. Ihren Ursprung hat sie wieder einmal beim amerikanischen Präsidenten. Ein Mal mehr glaubt Donald Trump dadurch, dass er einen Streit mit dem Ausland anzettelt, innenpolitisch vom Chaos im Weißen Haus ablenken zu können. Die Ankündigung, Stahlimporte generell mit 25 und Aluminium mit 10 Prozent zu verzollen, schockiert Europa. Schließlich hatte sich hierzulande bis zum 8. November 2016, als Trump m...
Vollbremsung, Kommentar zu Schaeffler von Helmut Kipp Frankfurt (ots) - Das hatten sich die Finanzingenieure bei Schaeffler schön ausgedacht. Mit der Umwandlung von nicht börsennotierten Stamm- in gelistete Vorzugsaktien hätte sich die Eigentümerfamilie einen Weg geschaffen, um ohne Verlust an Einfluss Anteile verkaufen oder als Akquisitionswährung einsetzen zu können. Kein Wunder, dass solch ein Konzept so manchem Investor missfällt. Eine auf zwei Jahre verlängerte Haltefrist und eine Ausweitung des Dividendenaufschlags für Vorzugsaktionäre reiche...

Über Presseportal.de

presseportal.de - Die große Online-Datenbank für Presseinformationen in Text, Bild, Audio und Video. Pressemitteilungen und Pressematerial zu sehr vielen verschiedenen Themen. Ein Service von news aktuell aus der dpa-Firmengruppe.

© Copyright 2017. IT Journal.