Ordnung bei den Passwörtern – so lässt sich Chaos vermeiden

13. Mai 2020
Ordnung bei den Passwörtern – so lässt sich Chaos vermeiden

Einkaufen im Online-Shop, die Anmeldung für ein soziales Netzwerk oder ein Newsletter, der pünktlich im virtuellen Postfach landet – für alles wird ein Passwort verlangt. Die meisten Menschen, die aktiv im Internet unterwegs sind, müssen sich eine Menge Passwörter merken, aber die Mehrzahl der Passwörter ist schnell wieder vergessen. Was passiert indes, wenn das Passwort wider Erwarten doch gebraucht wird? Wer Ordnung bei den Passwörtern will, sollte nach einem bestimmten System vorgehen, dass es einfach macht, Passwörter nie wieder zu vergessen.

Bitte registrieren

Selbst wer Ordnung bei den Passwörtern hält, findet sich nicht selten in einer Situation, wo ein längst vergessenes Passwort nötig ist. „Für diese Funktion bitte registrieren“, ist in diesem Fall dort zu lesen. Ordnung bei den Passwörtern wäre jetzt schön, aber das Passwort ist weg und da es nicht aufgeschrieben wurde, muss eine neue Registrierung erfolgen. Also erneut die Mailadresse eingeben und sich ein möglichst sicheres Passwort ausdenken. Optimal sind Passwörter, die Sonderzeichen haben, als relativ sicher gelten außerdem Zahlen. Die Zahlenfolge sollte auf jeden Fall kompliziert sein, denn „123456“ bleibt zwar im Gedächtnis, ist aber alles andere als sicher. Nach der Registrierung gibt es nochmals ein Passwort und es bleibt die Frage: Wie gelingt es, hier die Übersicht zu behalten? Wie ist es möglich, Ordnung bei den Passwörtern zu schaffen?

Einfach überprüfen

Um wieder Ordnung bei den Passwörtern zu schaffen, gibt es einige einfache, aber effektive Tricks. Da sind beispielsweise die Bestätigungsmails und Newsletter. Mit nur einem Blick in das Mailpostfach wird klar, welcher Anbieter Nachrichten geschickt hat. Um jetzt herauszufinden, ob und wo es eine Registrierung gibt, ist es eine gute Idee, den Verlauf des Browsers zu kontrollieren und die Cookies zu überprüfen. Für den Fall, dass die persönlichen Daten wie „Karteileichen“ herumliegen, bietet das eine breite Angriffsfläche für Datendiebe aller Art. Die Gefahr ist jedoch noch größer, wenn der User bei vielen oder noch schlimmer, bei allen Konten stets das gleiche Passwort verwendet. Falls dieses Passwort bei einem Datenleck oder einen Diebstahl im Netz nur einmal auftaucht, dann stehen die Türen zu den anderen Konten ebenfalls weit offen.

Sicher aufbewahren

Wie ist es möglich, Ordnung bei den Passwörtern zu schaffen und alle Passwörter sicher aufzubewahren? Eine klassische Liste der Passwörter in einer Textdatei oder auf einem USB-Stick sind nur zwei Optionen. Die Textdatei sollte selbstverständlich mit einem Passwort gesichert sein und die Aufbewahrung des USB-Sticks muss gesichert sein. Viele Menschen stellen sich außerdem die Frage: Gibt es Alternativlösungen für neue und sichere Passwörter? Einen sogenannten Passwortmanager zu nutzen, ist eine Möglichkeit. Dieser Manager erstellt automatisch komplexe Passwörter und hinterlegt sie auf einem sicheren Konto. Dann gilt es, nur noch ein gutes Generalpasswort zu finden, um das Konto zu aktivieren.

Fazit

Wer sich einfach keine Passwörter mehr ausdenken und merken will, sollte nach einer Alternative Ausschau halten. Ein Fingerabdruck oder die biometrischen Daten des Gesichts bieten eine sehr sichere Alternative zum Passwort. Selbst wenn diese Methoden vielleicht viel bequemer sind als die ständige Eingabe von Passwörtern, unüberwindbar sind sie leider nicht. Alle, die komplett auf Nummer sicher gehen wollen, sollten zusätzlich zu einem biometrischen Verfahren auf jeden Fall noch ein Passwort hinterlegen.

Bild: @ depositphotos.com / ra2studio

Ulrike Dietz
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