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Keine Zuschüsse mehr für Plug-in-Hybride

Keine Zuschüsse mehr für Plug-in-Hybride

Folgende Meldung wird die Verbraucher nicht gerade erfreuen: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will die Plug-in--Fahrzeuge nicht mehr bezuschussen, da die Modelle „marktgängig“ geworden sind. Wer ein kaufen will, wird sich ebenfalls ärgern, denn auch hier werden die Zuschüsse vom Staat schrittweise gesenkt. Im Koalitionsvertrag der „Ampelregierung“ war dies so aber gar nicht vorgesehen.

Keine Zuschüsse – davon war im Vertrag keine Rede

Im Koalitionsvertrag zwischen der SPD, den Grünen und der FDP heißt es, dass die für Elektroautos sowie für sogenannte Plug-in-Hybride zunächst einmal grundsätzlich reformiert werden muss. Ab dem 1. Januar 2023 sollte sie jedoch nur noch für die Fahrzeuge bewilligt werden, die einen positiven Klimaschutzeffekt haben. Dieser Schutzeffekt, so hatten sich die Parteien geeinigt, sollte über die Mindestreichweite und den elektrischen Fahranteil definiert werden. Offensichtlich ist das Ganze dem Bundeswirtschaftsministerium aber zu kompliziert geworden.

Eine schrittweise Senkung

Jetzt soll die Förderung für reine Elektroautos schrittweise gesenkt werden. Im nächsten Jahr beträgt der Anteil des Bundes noch 4000 Euro, 2024 und 2025 sind es dann nur noch 3000 Euro, heißt es aus den Reihen der Grünen. Nach Ansicht von Robert Habeck ist dies immer noch eine Förderung auf hohem Niveau. Abgestimmt wurde darüber in der Koalition allerdings noch nicht, also könnte sich vielleicht noch etwas ändern. Geplant ist zudem, dass nur noch Elektroautos eine Förderung bekommen, die nicht mehr als 65.000 Euro kosten, zudem soll die Mindesthaltedauer der Autos von sechs auf zwölf Monate steigen.

Was wird aus den Plug-in-Hybriden?

Viele, die nicht komplett auf den Verbrenner verzichten, aber trotzdem elektrisch fahren wollen, entscheiden sich für einen sogenannten Plug-in-Hybriden. Die Käufer haben gehofft, dass der Staat sie für den Kauf eines solchen Wagens belohnen wird, aber das Gegenteil ist der Fall. Keine Zuschüsse gibt es für diejenigen, die einen Plug-in-Hybrid Fahrzeug gekauft haben. Unverständnis war auch die Reaktion der Autoindustrie, als die Pläne jetzt bekannt wurden.

Das sagen die Autobauer

Für die Bewilligung einer Förderung ist die jeweilige Zulassung eines Autos maßgeblich. Die Autobauer fordern, auch angesichts der langen Lieferzeiten, die Förderung der Regierung an den Zeitpunkt des Autokaufs zu knüpfen. Diesen Vorschlag lehnte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck aber ab. Seiner Meinung nach würde so etwas „missbräuchlichen Gestaltungen“ Tür und Tor öffnen. Angesichts der zum Teil sehr langen Lieferzeiten, so der Minister, sollten die Differenzen von den Autoherstellern ausglichen werden. Bei der künftigen Förderung von Elektroautos soll der Fokus stärker auf den Klimaschutz ausgerichtet sein, sagte Robert Habeck. So etwas ist bei Plug-in-Fahrzeugen weniger der Fall. Wenn die Batterie leer ist, schaltet der Wagen ganz automatisch in den Verbrennermodus um, was bei vielen Klima- und Umweltverbänden nicht so gut ankommt.

Fazit zu Plug-in-Hybride

Diejenigen, die sich einen Plug-in-Hybriden gekauft haben, fühlen sich im Stich gelassen. Aktuell bekommen sie 6750 Euro vom Staat, wenn sie sich für diesen Wagentyp entscheiden. Wer sich für einen Wagen mit einem rein elektrischen Antrieb entscheidet, kann momentan noch mit 9000 Euro Förderung rechnen, aber auch damit ist es bald vorbei. Im vergangenen Jahr gingen beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Förderanteile für mehr als 625.000 Autos ein, doppelt so viele Anträge wie im Jahr 2020.

Bild: @ depositphotos.com / tomwang

Ulrike Dietz