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Wie die neuen Google-Regeln Amazon treffen

Wie die neuen Google-Regeln Amazon treffen

Amazon wird auf seiner Android- keine digitalen Güter und keine E-Books für Kindle mehr verkaufen. Was die Zahlung angeht, so sind die neuen -Regeln an diesen Änderungen schuld. Google hat in seinem Play Store verschärfte Zahlungsrichtlinien eingeführt und Amazon sieht offenbar keine andere Lösung, als sich aus dieser Sparte des Geschäfts zurückzuziehen. Über die Android-App kann nichts mehr bestellt werden.

Die neuen Google-Regeln seit dem 1. April 2022

Seit dem 1. April 2022 gelten die neuen Google-Regeln im Play Store und Amazon sieht sich gezwungen, darauf zu reagieren. Zum genannten Stichtag hatte Google gleich mehreren, bereits bestehenden Regeln und Workarounds einen Riegel vorgeschoben. Amazon stellte daraufhin den Vertrieb der Audible-Hörbücher ein. Zum 1. Juni dieses Jahres sollen alle , die sich trotz der Auflagen von Google nicht an die neuen Regeln halten, direkt aus dem App Store hinausgeworfen werden. Dies hat das jetzt in einem neuen Dokument noch einmal bekräftigt.

Keine E-Books mehr bei Amazon?

Alle, die von den neuen Richtlinien noch nichts gehört haben und ein E-Book bei Amazon bestellen wollen, finden nur noch einen Hinweis. Darin heißt es, dass diese App keine Käufe mehr unterstützt. Über einen Link geht es dann zu einer Erklärung, dass es in nicht mehr möglich ist, neue digitale Inhalte aus der App zu kaufen. Wer möchte, so Amazon weiter, kann die gewünschten Artikel in der App auf eine Wunschliste setzen und sie anschließend vom Desktop-Rechner aus kaufen.

Schon seit 2020 ein umstrittenes Thema

Die Änderungen der Regeln kommen nicht überraschend, denn Google hat sie bereits im September des Jahres 2020 vorgestellt. Damals erreichte die Diskussion um eine Zwangsgebühr ihren Höhepunkt. 30 Prozent vom Umsatz aus den Verkäufen, die im Play Store gemacht werden, sollte Google als Zwangsgebühr bezahlen. Diese 30 Prozent wickelt das Unternehmen aber über seine hauseigene Bezahlmethode ab, die im Play Store Pflicht ist. Die Anbieter von Apps machten sich daher auf die Suche nach anderen Wegen, um die eigenen Bezahlmethoden in die jeweilige App zu integrieren. Verschiedene Umwege, wie beispielsweise das Einbinden eines Fensters im Browser zur Abwicklung der Zahlung, sind untersagt, so sehen es die neuen Google-Regeln vor.

Was umfasst das Verbot noch?

Das neue Verbot umfasst ausdrücklich die Weiterleitung auf die in Apps enthaltenen Schaltflächen, Webviews, Botschaften zu Werbezwecken, Anzeigen, Links und sogenannte Call-to-Action Aufforderungen. Betroffen sind zudem die Bestellvorgänge, bei denen die Nutzer einer App zu einer anderen Möglichkeit der Zahlung und nicht zum Abrechnungssystem von Google Play weitergeleitet werden.

Fazit zu den neuen Google-Regeln

Der Druck auf Google und wurde in den letzten Monaten immer mehr verstärkt. In Südkorea wurde inzwischen sogar durchgesetzt, dass Google bei den Zahlungsmethoden auch Alternativen zulassen muss. Die Regierung des Landes hat es Apple und Google verboten, die eigenen Bezahlmethoden mit „unangemessenen Gebühren“ in ihren Stores erzwingen zu wollen. Dies ist aber noch nicht alles, denn der Digital Markets Act kann Google noch zu weiteren Lockerungen zwingen. Google musste jetzt schnell reagieren und will ausgesuchten Unternehmen die Erlaubnis geben, ihre Inhalte auch ohne Gebühr verkaufen zu können. Bis jetzt ist es aber nur bei Spotify erlaubt.

Bild: @ depositphotos.com / uflypro

Ulrike Dietz
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