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Luftschiff feiert bald Comeback mit Elektroantrieb

Luftschiff feiert bald Comeback mit Elektroantrieb

Der -Gründer Sergey Brin kündigte 2021 den visionären Bau eines Luftschiffs mit Elektroantrieb an und soll den Planungen zufolge in Katastrophenschutzgebieten eingesetzt werden. Gemeinsam mit dem LTA Research soll diese Vision nun Realität werden, wie ein neues Patent nun beschreibt. Laut der Patentanmeldung sollen Starrluftschiffe gebaut werden und Helium als Trägerstoff dienen.

Seit Jahrzehnten sind keine derart großen Luftschiffe gebaut worden, doch mit dem Pathfinder 1 genannten Starrluftschiff feiert diese legendäre Art von Luftfahrzeugen ein Comeback mit einem umweltfreundlichen Antrieb.

Wie ist das Luftschiff aufgebaut?

Das Luftschiff wird aus Ringen gefertigt, die ein Gerüst bilden und aus Kohlefaserverbundwerkstoff und dem robusten Metall Titan bestehen werden. Als Name fiel die Wahl auf „Pathfinder 1“ und als Antriebssystem wird ein Elektromotor zum Einsatz kommen. Zur Energieversorgung des Elektroantriebs dienen Akkus, doch künftig Brennstoffzellen den erforderlichen für die elektrischen Motoren liefern.

Das geplante Starrluftschiff wird 122 Meter lang sein und sein Bau im Sonnenstaat Kalifornien stattfinden. Erst kürzlich präsentierte LTA Research im Rahmen eines Events in der Stadt Akron ein Modell des gigantischen Luftfahrzeugs. Die Nachfolgemodelle der Pathfinder 1 werden Firmenangaben nach in Akron und nicht Kalifornien gefertigt, schrieb die Zeitung „Akron Beacon Journal“ vor wenigen Tagen und sogar die Pläne für Pathfinder 3 seien schon zum Großteil finalisiert.

Rund 100 Jahre alter Luftschiff Hangar geht erneut in Betrieb

Im Verlauf dieses Jahres wird dem Zeitplan nach mit dem Bau der Pathfinder 1 begonnen und dafür der riesige Luftschiff-Hangar Goodyear Airdock als Fertigungshalle verwendet. Der Hangar weist eine Länge von 360 Metern auf, hat eine 64 Meter hohe Decke und ist fast so breit wie ein Fußballfeld. Hier wurden einst die berühmten Militärluftschiffe USS Macon und Akron gebaut. An dem Luftfahrtprojekt sind die University of Akron und die Stadt Akron in Form einer Partnerschaft beteiligt.

Mit der Pathfinder 3, die eine Länge von 183 Metern haben wird, soll das bisher größte Luftschiff der Vereinigten Staaten von Amerika entstehen. Eine maximale Nutzlast von 20 Tonnen soll bis zu 16.000 km geflogen werden können. Die Aufgabe des Luftschiffs werden Einsätze in Katastrophenregionen sein und dabei alle möglichen Hilfsgüter, Lebensmittel und weitere notwendige Güter transportiert werden. Seinen ersten Flug soll Pathfinder 3 im Jahr 2023 oder 2024 absolvieren und sollte er alle Anforderungen erfüllen, werden weitere Luftschiffe mit bis zu 300 Metern Länge folgen.

Die „Leichter-als-Luft “ habe Alan Weston, dem Chef von LTA Research, zufolge, die Möglichkeit die humanitären Hilfsmaßnahmen zu revolutionieren, weil so auch entlegene Orte erreichbar seien, in denen kaum oder keine Infrastruktur vorliege. In Deutschland sorgte das Luftfahrtunternehmen Cargolifter in den 1990er-Jahren für Aufsehen mit seinem gleichnamigen Transportluftschiff, welches ebenfalls mit dem „Leichter-als-Luft“- arbeitete und dennoch wegen der hohen Kosten aufgegeben werden musste. Die einstige Werfthalle in dem der Cargolifter gebaut wurde, beherbergt heute mit „Tropical Island“ einen beliebten Freizeitpark.

Wenn das Konzept von Sergey Brin funktioniert und die Luftschiffe zu einem Erfolg werden, könnte dies die Möglichkeiten für humanitäre Einsätze erweitern und auch erleichtern. Zu den Baukosten sind keine Informationen bekannt und hält sich LTA Research bedeckt.

Bild: @ depositphotos.com / Iurii

Andreas Krämer
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