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Wie sinnvoll sind Klimageräte für zu Hause?

Wie sinnvoll sind Klimageräte für zu Hause?

In den sind Klimageräte für zu Hause schon lange Standard, in Deutschland aber noch eine Seltenheit. Dabei können die Klimageräte für die eigenen vier Wände bei der sommerlichen Hitze ein Segen sein. Was können diese Anlagen, die im Auto selbstverständlich sind? Halten sie, was die Hersteller versprechen? Bieten Klimageräte für zu Hause einen Mehrwert oder sind sie vielleicht doch nur teure Stromfresser?

Hitze ist nicht angenehm

Wer sich im Sommer ins Auto setzt, macht die Klimaanlage an und genießt nach wenigen Minuten eine angenehm kühle Temperatur. Zu Hause ist es weniger angenehm, denn niemand möchte sich bei einer Innentemperatur von 27° Grad schlaflos im Bett herumwälzen. Trotzdem sind Klimageräte für zu Hause für viele keine Option. Der Kauf eines solchen Klimagerätes will allerdings gut überlegt sein, denn es gibt einiges zu beachten. Die Verbraucherzentrale sieht Klimageräte eher kritisch. So ist die Anschaffung teuer und der Stromverbrauch, je nach Nutzungsdauer, kann pro Jahr schnell 60 bis 140 Euro mehr auf der Stromrechnung ausmachen. Ein Ventilator, der 90 Tage für jeweils zehn Stunden in Betrieb ist, verbraucht im Vergleich dazu nur fünf Euro pro Jahr.

Welche Klimageräte für zu Hause sind auf dem Markt?

Der Handel bietet verschiedene Klimageräte für den Eigenbedarf an:

Split-Geräte

Diese Klimageräte arbeiten zwar effizient, kommen jedoch für Mieter eher nicht infrage, da die Anschaffungskosten hoch sind. Die Montage selbst muss von Fachkräften durchgeführt werden, außerdem kann der laute Kompressor die Nachbarn stören. Letztendlich sollte auch der Vermieter mit dem Einbau einverstanden sein.

Monoblöcke

Monoblöcke sind stabile Standgeräte für den Innenraum, bei dem die Abluft durch einen Spalt im Fenster nach draußen geführt wird. Diese Geräte sind zwar mobil, aber nicht so effizient wie Split-Geräte.

Wie funktioniert ein Klimagerät?

Klimageräte, die zu Hause genutzt werden, haben einen großen Nachteil, da die warme Abluft nach draußen geführt werden muss. Bei einem Monoblock geschieht dies per Schlauch, der durch ein geöffnetes Fenster geführt wird. Benötigt wird hierzu ein spezieller Aufsatz. Leider sind diese Dichtungen kaum wirksam und es kommt warme Luft ins Zimmer. Im Vergleich dazu, in einem Raum mit zwei- oder dreifach Verglasung ist es deutlich kühler, auch ohne Klimagerät. Die Klimaanlagen für das eigene Zuhause sind zudem laut. Selbst die „leisen“ Modelle bringen es noch auf 50 Dezibel, normal sind jedoch 60 dB. Bei dieser Geräuschkulisse einzuschlafen, fällt nicht jedem leicht.

Die hohen Anschaffungskosten

Ein preisgünstiger Monoblock kostet rund 200 Euro, für gute Split-Geräte müssen 2000 Euro bezahlt werden. Ein Ventilator, der weniger verbraucht, wird dagegen schon zwischen 50 und 80 Euro angeboten.

Fazit zu Klimageräten für zu Hause

Auf den ersten Blick sind die Klimageräte, die zu Hause aufgestellt oder fest montiert werden, eine gute Sache. Auf den zweiten Blick haben sie allerdings einige gravierende Nachteile. Dazu gehört auch ein relativ großer Aufwand bei der Wartung der Geräte. Alle Klimageräte verursachen Kondenswasser, was in regelmäßigen Abständen entfernt werden muss. Filter und die sogenannten Verdampfer müssen ebenfalls regelmäßig gereinigt werden, da sonst die Leistung des Geräts beeinträchtigt wird. Zudem können sich dann Bakterien sowie Schimmel bilden, die in die Raumluft gelangen. Dazu kommt, dass es im Schnitt in Deutschland nur 20 Hitzetage im Jahr gibt.

Bild: @ depositphotos.com / p_jirawat

Ulrike Dietz