Starker Anstieg bei Delikt "Verbreitung pornografischer Inhalte"

Zwei Männer surfen im Internet (Archiv)
In hat sich die Verbreitung pornografischer Inhalte bedenklich erhöht, und zwar um satte 9,3 Prozent. Laut der aktuellsten Polizeilichen Kriminalstatistik stechen besonders die Fälle heraus, in denen Kinder involviert sind – ein echter Schock. So sind stolze 76 Prozent der insgesamt über 59.000 Fälle auf kinderpornografische Darstellungen zurückzuführen. Noch beunruhigender ist der Anstieg der sogenannten “jugendpornografischen Inhalte” – da sprechen wir von einer Zunahme von über 31 Prozent!

Es scheint, dass besonders junge Leute, oft unwissend über die rechtlichen Folgen, diese Inhalte in Gruppenchats und auf sozialen Netzwerken verbreiten. Rund 40 Prozent der Tatverdächtigen sind sogar jünger als 18! Je mehr Aufklärung, desto besser, sag ich mal.

Es ist auch interessant zu sehen, wie internationale Zusammenarbeit, wie mit dem “National Center for Missing & Exploited Children” aus den , und eine Aufstockung des Ermittlungspersonals zu mehr Bearbeitung und damit einer höheren Fallzahl beitragen.

Und bei all dem darf man nicht vergessen: Die Zahlen zum sexuellen Missbrauch von Kindern sind ebenfalls gestiegen. Wenn es doch nur mehr Bewusstsein und weniger Scheu gäbe, solche Verbrechen zu melden. Denn wie es aussieht, hatte der Fall Lügde einen ziemlichen Einfluss darauf, dass die Leute jetzt eher bereit sind, ihre Stimme zu erheben. Wichtig, oder?

() – Das Delikt “Verbreitung pornografischer Inhalte” hat in Deutschland im vergangenen Jahr um 9,3 Prozent auf insgesamt 59.205 Fälle zugenommen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2023 hervor, über die die “Welt” berichtet. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) will die PKS am Dienstag vorstellen.

Rund 76 Prozent der erfassten Fälle entfallen auf die Verbreitung pornografischer Darstellungen, auf denen Kinder zu sehen sind. Die Zahl der registrierten Delikte stieg im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent auf nunmehr 45.191 Fälle. Noch stärker ist der Anstieg bei den “jugendpornografischen Inhalten” (8.851 Fälle, +31,2 Prozent).

Die PKS erklärt den Zuwachs so: Ein Grund sei der Trend, dass vor allem Kinder und Jugendliche oft in Unkenntnis des Strafrechts kinder- und jugendpornografische Darstellungen in Gruppenchats und auf Social-Media-Plattformen wie Whatsapp, Instagram, Snapchat oder Facebook teilen und dadurch verbreiten würden. Dementsprechend liege der Anteil der Tatverdächtigen unter 18 Jahren bei 40,6 Prozent. Das sind 19.597 aller 48.274 Tatverdächtigen (+5,8 Prozent) bei dem Delikt.

Auch die Fallzahl beim sexuellen Missbrauch von Kindern ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen – um 5,5 Prozent auf 16.375 Fälle. Laut PKS haben bundesweit bekannt gewordene Kriminalfälle des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern wie in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Lügde einen Beitrag geliefert, derartige Straftaten, früher anzuzeigen und in der Folge die Hemmschwelle in der Bevölkerung abzubauen.

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