Hubig sieht weitreichende Bundeswehr-Einsätze gegen Drohnen kritisch
Berlin () – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat vor weitreichenden Einsätzen der Bundeswehr im Innern zur Drohnenabwehr gewarnt.
„Drohnenabwehr ist eine sicherheitspolitische Kernaufgabe“, sagte Hubig der „Welt am Sonntag“. „Bei Drohnenangriffen im Innern ist die Polizei gefragt.“ Wo der Rechtsrahmen nachjustiert werden müsse, werde das geschehen. „Einsätze der Bundeswehr im Inneren sind aus guten Gründen nur in sehr engen Grenzen zulässig – und dabei muss es bleiben.“
Zugleich kündigte Hubig eine zeitnahe Speicher-Pflicht für IP-Adressen an. „Ich sehe dringenden Handlungsbedarf. Das Internet wird förmlich geflutet mit Kinderpornografie“, sagte sie. IP-Adressen seien oft „der einzige Anhaltspunkt“, um die Täter dahinter zu identifizieren. Derzeit müssten die Staatsanwaltschaften viel zu oft Ermittlungen einstellen, weil sich nicht aufklären lasse, wem eine IP-Adresse zur Tatzeit zugeordnet war, so Hubig.
„Deswegen ist es richtig, dass wir die Anbieter nun verpflichten, IP-Adressen und Portnummern für drei Monate zu speichern. Das halte ich für vertretbar: Denn mit diesen Daten lassen sich keine Bewegungs- und Persönlichkeitsprofile erstellen. Es ist kein tiefgreifender Grundrechtseingriff. Der Gesetzentwurf ist fast fertig.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anti-Drohnen-Rakete (Archiv) |
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden in dem Beitrag erwähnt?
Stefanie Hubig
Welche Institutionen oder Gruppen kommen im Text vor?
Bundesjustizministerium, Stefanie Hubig, SPD, Polizei, Staatsanwaltschaften, Anbieter
Zu welchem Zeitpunkt hat sich das Geschehen ereignet?
Nicht erwähnt
An welchem Ort spielt die Handlung?
Berlin
Wie lässt sich der Inhalt kurz zusammenfassen?
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig warnt vor einem weitreichenden Einsatz der Bundeswehr zur Drohnenabwehr im Inneren und betont, dass die Polizei verantwortlich sei, während sie gleichzeitig eine verpflichtende Speicherung von IP-Adressen zur Bekämpfung von Kinderpornografie ankündigt.
Was war der Auslöser des Geschehens?
Der Hintergrund des Ereignisses ist die zunehmende Bedrohung durch Drohnenangriffe im Inland, die sowohl sicherheitspolitische Bedenken aufwirft als auch die Notwendigkeit verstärkter Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet unterstreicht. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hebt die Notwendigkeit hervor, den rechtlichen Rahmen für den Einsatz der Bundeswehr in solchen Fällen zu überdenken und gleichzeitig eine Speicherung von IP-Adressen zur Unterstützung von Strafverfolgung zu fördern.
Welche Reaktionen gab es von Seiten der Politik oder Öffentlichkeit?
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig warnte vor den Risiken eines erweiterten Bundeswehreinsatzes zur Drohnenabwehr im Inland und betonte die Rolle der Polizei in solchen Fällen. Zudem kündigte sie an, Anbieter zur Speicherung von IP-Adressen zu verpflichten, um die Aufklärung von Kinderpornografie zu erleichtern, und sieht dies als notwendigen Schritt zur Verbesserung der Ermittlungen.
Welche Folgen oder Auswirkungen werden thematisiert?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: verstärkter Einsatz der Polizei bei Drohnenangriffen, Anpassung des Rechtsrahmens für Drohnenabwehr, Einschränkung der Einsätze der Bundeswehr im Inneren, verpflichtende Speicherung von IP-Adressen und Portnummern für drei Monate, Verbesserung der Identifikation von Tätern, reduzierte Einstellung von Ermittlungen durch Staatsanwaltschaften.
Liegt bereits eine offizielle Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zitiert. Sie weist darauf hin, dass die Drohnenabwehr eine sicherheitspolitische Kernaufgabe ist und betont, dass Einsätze der Bundeswehr im Inneren nur in engen Grenzen zulässig sein sollten. Außerdem kündigte sie eine Speicherpflicht für IP-Adressen an, um Kinderpornografie besser bekämpfen zu können.
- Hamburgs Innensenator warnt vor Abhängigkeit von US-IT - 17. Januar 2026
- CDU-Landesverbände fordern Altersbeschränkung für Soziale Medien - 17. Januar 2026
- Post zweifelt an Beschwerdestatistik der Netzagentur - 17. Januar 2026









