Berlin will Telefonüberwachung bereits bei illegalem Waffenbesitz
Berlin () – Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) drängt im Kampf gegen zunehmende Schießereien krimineller Banden auf mehr Befugnisse für die Ermittlungsbehörde. Dazu zählt die Telefonüberwachung von Personen, bei denen eine illegale Waffe gefunden wird.
Bei der Innenministerkonferenz Anfang Dezember in Bremen will Spranger einen Antrag einbringen, um „weitergehende Ermittlungsmöglichkeiten rechtlich zu verankern“, wie die Senatorin dem Tagesspiegel sagte. Die Justizministerkonferenz soll einbezogen werden. Ziel ist es, eine Verschärfung von Bundesgesetzen zu erreichen.
„Bei einem bloßen Besitz von illegalen Waffen muss der Weg für weiterführende Maßnahmen wie zum Beispiel Telekommunikationsüberwachung zur Aufklärung der Handelswege und zur Zerschlagung der Handelsstrukturen geebnet werden“, sagte Spranger. Bisher richteten sich die Ermittlungen zur Herkunft von sichergestellten Schusswaffen gegen unbekannt.
Um nachhaltig gegen den Waffenhandel vorzugehen, sollen nach dem Willen Berlins die Gesetze verschärft werden. Konkret geht es um das Waffengesetz und die Strafprozessordnung. Ziel ist es, Telefonüberwachung – im Fachjargon Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) – zu ermöglichen. Dafür reicht es bislang nicht, mit einer illegalen Schusswaffe erwischt zu werden.
Die Innenverwaltung erhofft sich, bei der Überwachung erwischter Waffenbesitzer auf Händler zu stoßen und so jenes Netz aufzudecken, das die Banden mit Pistolen und anderen Schusswaffen versorgt. „Die Sicherheit und der Schutz der Menschen in Berlin hat für mich oberste Priorität“, sagte Spranger. Deshalb müsste die Verfügbarkeit von illegalen Schusswaffen eingedämmt und die Quellen ausgetrocknet werden.
„Allein der Besitz einer illegalen scharfen Schusswaffe sagt wohl viel über den Träger und dessen Gewalt- bis hin zur Tötungsbereitschaft aus“, sagte Innensenatorin Spranger dem Tagesspiegel. „Für eine wirksame und nachhaltige Bekämpfung der Schusswaffenkriminalität sind die Aufklärung der Lieferwege sowie die Unterbindung der Herstellung dieser Waffen unabdingbare Voraussetzungen.“ Dafür müssten die Ermittlungsmöglichkeiten gestärkt werden.
Im Oktober hatte wegen vermehrter Schießereien die Soko „Park“ aus Beamten der Landespolizeidirektion und des Landeskriminalamts (LKA) ihre Arbeit aufgenommen. Seit vergangenem Donnerstag wurde sie von der erweiterten Soko „Ferrum“ abgelöst, Ferrum ist der lateinische Begriff für Eisen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Waffenverbotszone in Berlin (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden in dem Beitrag erwähnt?
Iris Spranger
Welche Institutionen oder Gruppen kommen im Text vor?
SPD, Innenministerkonferenz, Justizministerkonferenz, Landespolizeidirektion, Landeskriminalamt (LKA), Soko "Park", Soko "Ferrum"
Zu welchem Zeitpunkt hat sich das Geschehen ereignet?
Der Zeitraum, in dem das beschriebene Ereignis stattfand, ist "Anfang Dezember" (2023) für die Innenministerkonferenz in Bremen. Das spezifische Datum wird nicht erwähnt. Die Soko "Park" wurde im Oktober 2023 gegründet.
An welchem Ort spielt die Handlung?
Berlin, Bremen
Wie lässt sich der Inhalt kurz zusammenfassen?
Berlins Innensenatorin Iris Spranger fordert im Kampf gegen die steigenden Schießereien von kriminellen Banden mehr Ermittlungsbefugnisse, darunter die Telefonüberwachung bei illegalen Waffenbesitzern, um die Handelsstrukturen aufzudecken und eine Verschärfung des Waffengesetzes zu erreichen.
Was war der Auslöser des Geschehens?
Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist die zunehmende Gewaltkriminalität und Schießereien durch kriminelle Banden in Berlin. Innensenatorin Iris Spranger setzt sich für erweiterte Befugnisse der Ermittlungsbehörden ein, um den illegalen Waffenhandel effektiver zu bekämpfen und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
Welche Reaktionen gab es von Seiten der Politik oder Öffentlichkeit?
Die Politik, insbesondere Berlins Innensenatorin Iris Spranger, hat auf die steigenden Schießereien reagiert, indem sie mehr Befugnisse für die Ermittlungsbehörden fordert, insbesondere zur Telefonüberwachung illegaler Waffenbesitzer. Dies soll bei der Bekämpfung des Waffenhandels und der Aufklärung von kriminellen Netzwerken helfen, wobei eine Verschärfung von Bundesgesetzen angestrebt wird.
Welche Folgen oder Auswirkungen werden thematisiert?
Hier sind die genannten Folgen oder Konsequenzen im Artikel:
Erweiterte Ermittlungsmöglichkeiten, Telefonüberwachung von Personen mit illegalen Waffen, Verschärfung von Bundesgesetzen, weitere Maßnahmen zur Aufklärung der Handelswege, Zerschlagung der Handelsstrukturen, Aufdeckung des Netzwerks von Händlern, Eindämmung der Verfügbarkeit von illegalen Schusswaffen, Stärkung der Ermittlungsmöglichkeiten, wirksame Bekämpfung der Schusswaffenkriminalität, Aufklärung der Lieferwege, Unterbindung der Herstellung dieser Waffen.
Liegt bereits eine offizielle Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) zitiert. Sie fordert mehr Befugnisse für die Ermittlungsbehörde, insbesondere die Telefonüberwachung bei Personen, die mit illegalen Waffen in Kontakt stehen, um die Handelswege zu ermitteln und den Waffenhandel zu bekämpfen. Spranger betont, dass der Besitz einer illegalen Schusswaffe auf eine erhebliche Gewaltbereitschaft hindeutet und dass für eine nachhaltige Bekämpfung der Schusswaffenkriminalität die Ermittlungsmöglichkeiten gestärkt werden müssen.
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