Lehrerverband kritisiert zu niedrige Ausstattung von Digitalpakt
Berlin () – Der Deutsche Lehrerverband hat die Vereinbarung von Bund und Ländern zum Digitalpakt 2.0 scharf kritisiert und eine Verdopplung der vorgesehenen Mittel gefordert.
„Bund und Länder haben sich arm gerechnet“, sagte Verbandspräsident Stefan Düll der „Rheinischen Post“. Die Länder könnten Posten angerechnet bekommen, die sie schon ausgegeben haben. „Und der Bund zahlt weniger als im Digitalpakt 1 und will sich dann künftig aus der Finanzierung zurückziehen. Die Mittel reichen so nicht – eigentlich müsste der Digitalpakt das doppelte Volumen haben, um die Schulen vernünftig zu digitalisieren“.
„Es fehlt im Digitalpakt Geld, um die Schulen für den Einsatz von professioneller KI auf Lehrer- und Schülerseite auszurüsten. Die entsprechenden Lizenzen für gute KI-Programme sind teuer“, sagte Düll der Zeitung. „Zudem muss die Verwaltung an Schulen digitalisiert werden – von der Anmeldung und Verwaltung der Schüler bis hin zu Arbeitsverträgen für Lehrkräfte und allen Arten der Abrechnung. Für all das sind wenig bis keine Mittel eingeplant.“
Düll kritisierte zudem die grundsätzliche Haltung in Deutschland zur Digitalisierung. „Wir sind kein Land, das digital mutig voranschreitet. Ich denke da an starre formalisierte Datenschutzvorgaben und die Debatte um ein Social-Media-Verbot bis 16 Jahren – als ob das Internet nur aus Social Media bestehen würde und diese per se nur jugendgefährdend wären. Wir müssen die digitale Welle reiten und dürfen keine Angst haben – wir müssen digitaltüchtig werden.“
Am Mittag hatte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) zusammen mit ihren Kollegen aus den Ländern den neuen Digitalpakt vorgestellt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gang in einer Schule (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden in dem Beitrag erwähnt?
Stefan Düll, Karin Prien
Welche Institutionen oder Gruppen kommen im Text vor?
Deutscher Lehrerverband, Bund, Länder, Rheinische Post, Karin Prien, CDU
Zu welchem Zeitpunkt hat sich das Geschehen ereignet?
Nicht erwähnt
An welchem Ort spielt die Handlung?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Wie lässt sich der Inhalt kurz zusammenfassen?
Der Deutsche Lehrerverband kritisiert vehement die Vereinbarung zum Digitalpakt 2.0 von Bund und Ländern und fordert eine Verdopplung der Mittel, da die geplanten finanziellen Ressourcen nicht ausreichen, um Schulen angemessen zu digitalisieren und professionellen KI-Einsatz zu ermöglichen.
Was war der Auslöser des Geschehens?
Der Auslöser für die Kritik des Deutschen Lehrerverbandes am Digitalpakt 2.0 sind unzureichende finanzielle Mittel, die für die digitale Ausstattung von Schulen vorgesehen sind. Verbandspräsident Stefan Düll bemängelt, dass der Bund weniger als zuvor zahlen will und die Mittel nicht ausreichen, um Schulen angemessen auf die digitale Zukunft vorzubereiten. Es fehlen zudem Gelder für professionelle KI-Programme und die Digitalisierung der Schulverwaltung.
Welche Reaktionen gab es von Seiten der Politik oder Öffentlichkeit?
Der Deutsche Lehrerverband hat die neue Vereinbarung zum Digitalpakt 2.0 vehement kritisiert und fordert eine Verdopplung der Mittel, da die bestehenden Finanzierungen unzureichend seien, um Schulen adäquat zu digitalisieren. Verbandspräsident Stefan Düll bemängelt zudem die generelle Haltung zur Digitalisierung in Deutschland und fordert eine mutigere Herangehensweise.
Welche Folgen oder Auswirkungen werden thematisiert?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:
Finanzielle Unterversorgung für die Digitalisierung der Schulen, unzureichende Mittel für professionelle KI-Programme, fehlende Mittel für die Digitalisierung der Schulverwaltung, kritische Haltung zur Digitalisierung in Deutschland, starre Datenschutzvorgaben, Debatte um Social-Media-Verbot für Jugendliche, Gefahr der digitalen Rückständigkeit.
Liegt bereits eine offizielle Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Stefan Düll, dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands, zitiert. Er kritisiert die Vereinbarung von Bund und Ländern zum Digitalpakt 2.0 scharf und fordert eine Verdopplung der Mittel, da die vorgesehenen Mittel nicht ausreichten, um die Schulen vernünftig zu digitalisieren. Düll bemängelt, dass der Bund weniger als im vorherigen Digitalpakt zahlt und sich künftig aus der Finanzierung zurückziehen wolle.









