HateAid-Chefinnen zeigen sich von US-Sanktionen unbeeindruckt
Berlin () – Die beiden Geschäftsführerinnen der gemeinnützigen Organisation HateAid wollen sich von der gegen sie verhängten Einreisesperre in die USA nicht einschüchtern lassen.
Die Sanktionen der US-Regierung zeigten, „dass wir offenbar mit unserer Arbeit einen Nerv getroffen haben“, sagten sie dem „Spiegel“. Es gehe um „ökonomische Interessen der Plattformen, die die konsequente Umsetzung der EU-Gesetzgebung viel Geld kosten würde. Und eine US-Regierung, die auf das Internet angewiesen ist, um politische Gegner einzuschüchtern“, sagte die Mitgründerin der Organisation, Anna-Lena von Hodenberg.
Das US-Außenministerium hatte kurz vor Heiligabend die Verhängung von Einreisesperren gegen von Hodenberg und ihre Co-Geschäftsführerin Josephine Ballon verkündet und dies mit angeblicher Zensur begründet. HateAid ist eine 2018 gegründete Organisation, die Betroffenen hilft, sich gegen digitale Gewalt zur Wehr zu setzen, etwa gegen Beleidigungen oder Verleumdungen in sozialen Medien.
Ballon sagte dem „Spiegel“, es sei „entlarvend, dass unter anderem die Kritik an Positionen der US-Regierung dazu führt, dass uns Zensur vorgeworfen wird. Das zeigt sehr deutlich, wie hier unter dem Deckmantel des Zensurvorwurfs schlicht und ergreifend Kritiker zum Schweigen gebracht werden sollen.“ Die Vorwürfe der US-Regierung weisen beide strikt zurück. Ballon sagte: „Man gibt sich nicht einmal Mühe, sich hierfür eine schlüssige Begründung auszudenken.“
Nach der Verhängung der Einreisesperre hält Ballon weitere Maßnahmen gegen HateAid für denkbar, etwa Blockaden durch US-Diensteanbieter: „Wir bereiten uns auf das Schlimmste vor.“ Sie sagte aber auch: „Wir lassen uns nicht einschüchtern.“
Die US-Regierung hatte zuletzt den Druck auf die Europäische Union erhöht, Digitalgesetze wie den Digital Services Act gegen strafbaren Hass und Hetze im Internet zu ändern. US-Vizepräsident JD Vance hatte in der Vergangenheit sogar schon angedeutet, die USA könnten ihre Nato-Unterstützung auf den Prüfstand stellen, wenn die Europäer amerikanische Onlineplattformen X von Elon Musk regulierten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Flugzeuge am Flughafen Newark bei New York |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden in dem Beitrag erwähnt?
Anna-Lena von Hodenberg, Josephine Ballon, JD Vance
Welche Institutionen oder Gruppen kommen im Text vor?
HateAid, US-Regierung, EU, US-Außenministerium, JD Vance, Nato, X.
Zu welchem Zeitpunkt hat sich das Geschehen ereignet?
Nicht erwähnt
An welchem Ort spielt die Handlung?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
USA, Berlin
Wie lässt sich der Inhalt kurz zusammenfassen?
Die Geschäftsführerinnen der Organisation HateAid, die sich gegen digitale Gewalt einsetzen, lassen sich von der Einreisesperre der US-Regierung nicht einschüchtern und kritisieren die Sanktionen als Versuch, Kritiker zum Schweigen zu bringen.
Was war der Auslöser des Geschehens?
Die Einreisesperre gegen die Geschäftsführerinnen von HateAid wurde von der US-Regierung verhängt, weil sie die Organisation beschuldigte, Zensur zu betreiben. Dies geschah im Kontext wachsender Spannungen über digitale Gesetze in der EU und den Einfluss amerikanischer Plattformen, die wirtschaftliche Interessen wahren wollen. Die Betroffenen sehen die Sanktionen als Versuch, Kritiker zum Schweigen zu bringen.
Welche Reaktionen gab es von Seiten der Politik oder Öffentlichkeit?
Die Geschäftsführerinnen von HateAid zeigen sich unbeeindruckt von der Einreisesperre der US-Regierung und betonen, dass diese nur ihren Einfluss belege und sie weiterhin gegen die digitale Gewalt kämpfen werden. Sie kritisieren die Vorwürfe von Zensur als unhaltbar und bereiten sich auf mögliche weitere Maßnahmen seitens der US-Diensteanbieter vor.
Welche Folgen oder Auswirkungen werden thematisiert?
Die genannten Folgen oder Konsequenzen im Artikel sind: Einreisesperren, Vorwurf der Zensur, mögliche Blockaden durch US-Diensteanbieter, Druck auf die EU, mögliche Überprüfung der Nato-Unterstützung, Einschränkung der wirtschaftlichen Interessen der Plattformen.
Liegt bereits eine offizielle Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird die Stellungnahme von Anna-Lena von Hodenberg, der Mitgründerin von HateAid, zitiert. Sie äußert, dass die gegen sie und ihre Co-Geschäftsführerin verhängten Einreisesperren zeigen, dass sie mit ihrer Arbeit einen Nerv getroffen haben, und dass es um ökonomische Interessen der Plattformen geht. Sie betont, dass die US-Regierung versucht, Kritiker zum Schweigen zu bringen.









