US-Botschaft warnt Klingbeil vor neuem Streaming-Gesetz

US-Botschaft in Berlin: Uneinigkeit über Streaming-Unternehmen, politische Spannungen und Investitionsverpflichtungen.

US-Botschaft warnt Klingbeil vor neuem Streaming-Gesetz

() – In der Koalition gibt es große Uneinigkeit über den Umgang mit ausländischen, vor allem US-amerikanischen Streaming-Diensten wie Netflix, Amazon und Disney.

Die SPD um Finanzminister Lars Klingbeil befürwortet eine gesetzliche Regelung, um die zu Investitionen in zu verpflichten und verweist auf eine entsprechende Vereinbarung im Koalitionsvertrag. Wolfram Weimer, Kulturstaatsminister im Kanzleramt, bevorzugt eine freiwillige Lösung und verweist auf Investitionszusagen, die er von den US-Konzernen erhalten habe. Im Falle einer gesetzlichen Regelung könnten die Firmen das aus europarechtlichen Gründen auch im EU-Ausland investieren, heißt es.

Laut eines Berichts der „Bild“ hat sich die US-Regierung bereits in den Streit eingeschaltet. Die Zeitung zitiert auf einem Schreiben des Geschäftsträgers der US-Botschaft in Berlin, Alan Meltzer. Es ist auf den 10. Dezember 2025 datiert und an SPD-Finanzminister Lars Klingbeil gerichtet. Darin heißt es: „Ich schreibe Ihnen, um meine Besorgnis über die mögliche Einführung einer Investitionsverpflichtung für in Deutschland tätige Film- und Streamingplattformen durch die deutsche Bundesregierung zum Ausdruck zu bringen.“

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Statt „restriktiven Vorgaben“ solle der Vorschlag aus dem Kanzleramt „für eine freiwillige Investitionszusage“ in Betracht gezogen werden. Ein Sprecher der US-Botschaft in Berlin sagte auf „Bild“-Anfrage: „Indem Regierungen lokale Investitionen verpflichtend machen, schaffen sie ein ungleiches Wettbewerbsumfeld, das US-Dienstleister diskriminiert und die globale digitale Wirtschaft fragmentiert.“

Kulturstaatsminister Weimer hält für den Fall eines Gesetzes, das vor allem US-Konzerne trifft, Gegenmaßnahmen der Trump-Regierung für möglich. „Die US-Regierung verfolgt die Diskussion in Deutschland genau“, sagte sein Sprecher auf „Bild“-Anfrage. „Aufgrund bisheriger Reaktionen lassen sich solche Maßnahmen aber nicht ausschließen.“

Innerhalb der Koalition sorgt demnach auch die Rolle von Lars Klingbeils Staatssekretär Björn Böhning für Verstimmung. Dieser leitete bis zu seinem Wechsel ins Finanzministerium im Jahr 2025 den Branchenverband Produktionsallianz (Allianz Deutscher Produzentinnen und Produzenten), der aktuell massiv für eine Einführung der gesetzlichen Investitionsverpflichtung wirbt. Auf Anfrage heißt es aus dem Finanzministerium, Böhning sei „nicht an den Verhandlungen zur Filmförderung beteiligt“. Anders ein Sprecher von Weimer: Man würde sich mit Böhning „regelmäßig“ austauschen, „natürlich auch zur Filmförderung“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: US-Botschaft in Berlin (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Personen werden in dem Beitrag erwähnt?

Lars Klingbeil, Wolfram Weimer, Alan Meltzer, Björn Böhning

Welche Institutionen oder Gruppen kommen im Text vor?

US-Regierung, Netflix, Amazon, Disney, SPD, Kultusministerium, Kanzleramt, US-Botschaft in Berlin, Alan Meltzer, Lars Klingbeil, Wolfram Weimer, Björn Böhning, Produktionsallianz, Allianz Deutscher Produzentinnen und Produzenten

Zu welchem Zeitpunkt hat sich das Geschehen ereignet?

Das Datum, das in dem Text erwähnt wird, ist der 10. Dezember 2025.

An welchem Ort spielt die Handlung?

Die Ereignisse finden in Berlin statt.

Wie lässt sich der Inhalt kurz zusammenfassen?

In der deutschen Koalition gibt es Konflikte über die Regulierung von US-Streaming-Diensten, wobei die SPD eine gesetzliche Investitionspflicht befürwortet, während Kulturstaatsminister Weimer eine freiwillige Lösung präferiert, was zu Besorgnis in der US-Regierung führt.

Was war der Auslöser des Geschehens?

Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist die Uneinigkeit innerhalb der deutschen Koalition über den Umgang mit US-amerikanischen Streaming-Diensten. Die SPD fordert gesetzliche Investitionsverpflichtungen in Deutschland, während die Kulturstaatsministerie eine freiwillige Lösung bevorzugt. Dieses Thema führt zu Spannungen in der Koalition und zur Besorgnis der US-Regierung über mögliche diskriminierende Maßnahmen gegenüber US-Firmen.

Welche Reaktionen gab es von Seiten der Politik oder Öffentlichkeit?

Im Artikel wird berichtet, dass es innerhalb der deutschen Koalition Uneinigkeit über den Umgang mit US-Streaming-Diensten gibt, während die US-Regierung bereits besorgt über mögliche gesetzliche Investitionsverpflichtungen in Deutschland ist und eine freiwillige Lösung präferiert. Die US-Botschaft hat zudem angemerkt, dass solche Maßnahmen diskriminierend für US-Anbieter sein könnten und die deutsche Regierung die Diskussion genau verfolgt.

Welche Folgen oder Auswirkungen werden thematisiert?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Uneinigkeit in der Koalition, gesetzliche Regelung zur Investitionsverpflichtung, mögliche Investitionen im EU-Ausland, Eingreifen der US-Regierung, Besorgnis über Investitionsverpflichtung, Vorzug freiwilliger Investitionszusagen, ungleiches Wettbewerbsumfeld für US-Dienstleister, mögliche Gegenmaßnahmen der Trump-Regierung, Verstimmung über die Rolle von Björn Böhning.

Liegt bereits eine offizielle Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der US-Botschaft in Berlin zitiert. Alan Meltzer, der Geschäftsträger, äußert Besorgnis über die mögliche Einführung einer Investitionsverpflichtung für Streamingplattformen und schlägt stattdessen vor, eine freiwillige Investitionszusage in Betracht zu ziehen. Ein US-Botschaftssprecher ergänzt, dass verpflichtende lokale Investitionen ein ungleiches Wettbewerbsumfeld schaffen würden, das US-Dienstleister diskriminiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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