Sicherheitsexperte warnt vor "OpenClaw"
Berlin () – Der Sicherheitsexperte Johann Rehberger warnt vor dem KI-Projekt „OpenClaw“, das erst Ende letzten Jahres gestartet wurde und schon nach wenigen Wochen mutmaßlich millionenfach genutzt wird. „OpenClaw gilt als riskant, weil es ein sehr offenes und mächtiges System ist, das mit vielen anderen Systemen integriert werden kann“, sagte Rehberger der .
Die Open-Source-Software ist ein sogenannter KI-Agent, also ein Computerprogramm, das unter anderem über Messaging-Plattformen wie WhatsApp, Telegram oder Signal Aufträge annehmen und ausführen kann und so automatisierte Arbeitsabläufe über mehrere Dienste hinweg ermöglicht. Es benötigt umfassenden Zugriff auf einen Computer und wird auch autonom tätig – also ohne direkte Benutzereingabe desjenigen, der es installiert hat.
Der Sicherheitsexperte sieht da zwei Probleme: Zum einen gebe es klassische Sicherheitslücken, die es Angreifern erlauben, das System zu übernehmen. „Als Benutzer muss man daher stets auf dem aktuellen Stand bleiben und Systeme regelmäßig patchen, vor allem wenn Sicherheitsupdates erscheinen“.
Zum anderen gebe es das Problem der „Prompt Injection“, bei dem externe Inhalte den Assistenten zu schädlichem Verhalten verleiten können. „Dieses Problem hat derzeit keine echte Lösung“, so Rehberger. So könnte der Assistent beim Lesen einer E-Mail dazu gebracht werden, andere Daten vom Computer auszulesen und an einen Angreifer zu senden oder Daten zu löschen.
Wer mit dem System experimentieren möchte, sollte dies daher am besten in einer isolierten Umgebung tun und sich genau überlegen, welche Daten man mit dem Assistenten teilt. „Ich würde davon abraten, den Assistenten direkt auf dem eigenen Computer mit vollem Zugriff auf alle Daten zu betreiben, und stattdessen eine separate Umgebung ausschließlich für den Assistenten zu verwenden und dort gezielt Daten mit dem Assistenten zu teilen“, rät der Experte.
In Bezug auf das mit „OpenClaw“ gestartete „Moltbook“ – eine Plattform, auf der sich angeblich KI-Agenten untereinander austauschen und Menschen nur dabei zuschauen dürfen, ist Rehberger skeptisch. „Natürlich ist das System stark von Scammern infiltriert, die vor allem mit politischen Nachrichten und Krypto-Botschaften andere Teilnehmer beeinflussen wollen“. Es würden sich dort viele normale Benutzer und typische Scambots herumtreiben, die sich einfach als KI ausgeben. „Technisch kann der Betreiber ja nicht zwischen normalen Benutzer, Bot oder KI unterscheiden“, so der Experte.
Das System wurde weitgehend mit „Vibe Coding“ erstellt, also ebenfalls durch KI-Eingaben, wodurch Sicherheitslücken praktisch vorprogrammiert seien. „Und das hat man ja auch bereits gesehen, es war möglich, einfachen Zugriff auf die komplette Datenbank mit allen registrierten Nutzern und Agenten sowie deren Zugriffstokens zu erhalten“, sagte Rehberger der . Er selbst habe letzte Woche versucht, den Entwickler auf Schwachstellen hinzuweisen, habe aber keine Antwort erhalten. „In vielerlei Hinsicht erinnert mich das an die frühen Tage des Wilden Westens des Internets. Vorsicht ist also geboten.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Zwei Männer surfen im Internet (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden in dem Beitrag erwähnt?
Johann Rehberger
Welche Institutionen oder Gruppen kommen im Text vor?
OpenClaw, WhatsApp, Telegram, Signal, Moltbook, Vibe Coding, dts Nachrichtenagentur
Zu welchem Zeitpunkt hat sich das Geschehen ereignet?
Das Datum oder der Zeitraum, in dem das beschriebene Ereignis stattfand, ist: Ende letzten Jahres.
An welchem Ort spielt die Handlung?
Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich in Berlin statt, wo der Sicherheitsexperte Johann Rehberger warnt und seine Einschätzungen zur KI-Software "OpenClaw" abgibt. Das System selbst wird jedoch über verschiedene Messaging-Plattformen wie WhatsApp, Telegram und Signal genutzt, die nicht an einen bestimmten geografischen Ort gebunden sind.
Wie lässt sich der Inhalt kurz zusammenfassen?
Sicherheitsexperte Johann Rehberger warnt vor dem KI-Projekt "OpenClaw", das durch seine weitreichenden Integrationsmöglichkeiten und Sicherheitslücken ein hohes Risiko für Benutzer darstellt, insbesondere aufgrund von klassischen Sicherheitsproblemen und der "Prompt Injection", die zu schädlichem Verhalten führen kann.
Was war der Auslöser des Geschehens?
Der Auslöser für die Warnung des Sicherheitsexperten Johann Rehberger ist das KI-Projekt "OpenClaw", das als riskant gilt, weil es eine offene und mächtige Software ist, die potenziell millionenfach genutzt wird. Sie ermöglicht automatisierte Arbeitsabläufe und benötigt umfassenden Zugriff auf Computer, was Sicherheitslücken und das Risiko von "Prompt Injection" mit sich bringt. Rehberger betont, dass mangelnde Sicherheitsmaßnahmen und potenzielle Missbrauchsmöglichkeiten durch Scammer große Bedenken hervorrufen.
Welche Reaktionen gab es von Seiten der Politik oder Öffentlichkeit?
Der Sicherheitsexperte Johann Rehberger warnt vor den Risiken des KI-Projekts "OpenClaw", das potenziell Millionen Nutzer anzieht und dabei erhebliche Sicherheitslücken aufweist. Er hebt insbesondere die Bedrohungen durch Malware und Ungewöhnlichkeiten im Nutzerverhalten hervor und rät, vorsichtig mit der Anwendung des Systems umzugehen, um persönliche Daten zu schützen.
Welche Folgen oder Auswirkungen werden thematisiert?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:
klassische Sicherheitslücken, Angreifer können das System übernehmen, Nutzer müssen Systeme regelmäßig patchen, "Prompt Injection" kann zu schädlichem Verhalten führen, Datenschutzrisiko beim Lesen von E-Mails, Empfehlung, den Assistenten in einer isolierten Umgebung zu nutzen, Daten sorgfältig teilen, viele Scammer infiltrieren die Plattform "Moltbook", technische Unterscheidung zwischen Nutzern, Bots und KIs ist schwierig, Sicherheitslücken durch "Vibe Coding" sind vorprogrammiert, einfacher Zugriff auf komplette Datenbank möglich, mangelnde Kommunikation mit Entwicklern über Schwachstellen, allgemeine Vorsicht ist geboten.
Liegt bereits eine offizielle Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird die Stellungnahme des Sicherheitsexperten Johann Rehberger zitiert. Er warnt vor dem KI-Projekt "OpenClaw", da es ein "sehr offenes und mächtiges System" ist, das Sicherheitslücken aufweist und leicht von Angreifern übernommen werden kann. Zudem sieht er das Problem der "Prompt Injection", das bisher keine wirkliche Lösung hat.
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