Günther will Social-Media-Verbot unter 16

Daniel Günther spricht auf einer Pressekonferenz über Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche.

Günther will Social-Media-Verbot unter 16

() – Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) spricht sich vehement für ein rasches Verbot von Social Media für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren aus. „Wir müssen so schnell wie möglich handeln, um sicherzustellen, dass die nächsten Generationen im sensibelsten Alter nicht den Exzessen ausgesetzt sind, die dort stattfinden“, sagte Günther der FAZ (Donnerstagsausgabe).

In sozialen Medien kämen Kinder in Berührung mit Horrorfilmen, Gewalt, Pornografie, Pädophilie, KI-gesteuerter Kommunikation, Mobbing und „Schönheitsidealen, die in die Magersucht treiben“. Das seien Dinge, mit denen Kinder einfach noch nicht umgehen könnten. „Ich möchte es allen Kindern in unserem Land ersparen, dass sie sich dem aussetzen müssen, was Kinder und junge Menschen bisher aushalten mussten“, so Günther.

Der CDU-Landesverband Günthers wird auf dem Bundesparteitag in einen Antrag stellen, die Nutzung bestimmter Social-Media-Kanäle für Unter-16-Jährige zu verbieten. Die Antragskommission will dem Parteitag empfehlen, den Antrag in die Parteiausschüsse und in die Bundestagsfraktion zu überweisen. Günther sagte dazu: „Wir wollen eine Entscheidung in der Sache auf dem Parteitag. Ich bin überzeugt, dass wir eine Mehrheit für unseren Antrag finden werden.“ Er verwies auf eine „breite gesellschaftliche Mehrheit auf unserer Seite“. In Umfragen seien siebzig bis achtzig Prozent für ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige, auch in der Altersgruppe, „die das alles gerade durchgemacht“ habe. „Das sollte uns ganz besonders zu denken geben.“ Es müsse nun schnell gehandelt werden, „wir dürfen keine Zeit mehr verlieren, unsere Kinder und Jugendlichen endlich zu schützen“.

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Zur Forderung aus der SPD, die Nutzung von Social Media nur bis zu einem Alter von 14 Jahren zu verbieten, sagte Günther, über eine sinnvolle Altersgrenze könne man eine Debatte führen, er halte aber 16 Jahre für das richtige Alter. Den Plattformbetreibern von sozialen Medien warf Günther vor, Algorithmen dazu zu nutzen, das Suchtverhalten noch zu unterstützen.

Günther äußerte sich auch zu seinem Streit mit dem Portal „Nius“. In einer Talkshow hatte der CDU-Politiker dem Portal vorgeworfen, vollkommen faktenfrei zu berichten. Anschließend wurde ihm Zensur vorgeworfen. Günther sagte nun der FAZ, er habe nie eine Pressezensur gefordert. „Das, was nach meinen Äußerungen passierte, hat alles bestätigt, was ich gesagt habe.“ Demnach seien Aussagen verkürzt und verfälscht worden. Er kämpfe dafür, dass „ich als politisch aktiver Mensch weiterhin meine Meinung sagen darf – was dieses -Portal gerade einschränken will“. Es sei richtig, darüber zu sprechen, dass es einen „Unterschied zwischen Journalismus und politischer Agitation sogenannter alternativer Medien“ gebe.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Daniel Günther (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Personen werden in dem Beitrag erwähnt?

Daniel Günther

Welche Institutionen oder Gruppen kommen im Text vor?

CDU, FAZ, SPD, Nius

Zu welchem Zeitpunkt hat sich das Geschehen ereignet?

Nicht erwähnt

An welchem Ort spielt die Handlung?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Kiel, Stuttgart

Wie lässt sich der Inhalt kurz zusammenfassen?

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert ein rasches Verbot von Social Media für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, um sie vor schädlichen Inhalten und Verhaltensweisen zu schützen, und strebt eine parteiübergreifende Unterstützung für diesen Antrag auf dem Bundesparteitag an.

Was war der Auslöser des Geschehens?

Der Hintergrund für Daniel Günthers Forderung nach einem Verbot von Social Media für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist die Besorgnis über die negativen Auswirkungen von sozialen Medien auf junge Menschen. Günther weist auf Risiken wie Gewalt, pornografische Inhalte, Mobbing und problematische Schönheitsideale hin, die Kinder in sozialen Medien ausgesetzt sind und mit denen sie nicht angemessen umgehen können. Um die nächste Generation zu schützen, benötigt er seiner Meinung nach umgehende Maßnahmen.

Welche Reaktionen gab es von Seiten der Politik oder Öffentlichkeit?

Im Artikel wird beschrieben, dass Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sich stark für ein Verbot von Social Media für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren einsetzt und auf breite gesellschaftliche Unterstützung in Umfragen hinweist. Zudem betont er, dass es eine Debatte über die Altersgrenze geben sollte und kritisiert die sozialen Medien für ihre manipulativen Algorithmen, während er gleichzeitig in einem Streit mit dem Portal "Nius" klare Positionen zur Pressefreiheit und zur Berichterstattung von Medien bezieht.

Welche Folgen oder Auswirkungen werden thematisiert?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Kinder und Jugendliche werden Horrorfilmen, Gewalt, Pornografie, Pädophilie, KI-gesteuerter Kommunikation, Mobbing und schädlichen Schönheitsidealen ausgesetzt, das kann zu Magersucht führen, Kinder und Jugendliche müssen vor diesen Einflüssen geschützt werden, eine breite gesellschaftliche Mehrheit befürwortet ein Verbot, eine Debatte über eine sinnvolle Altersgrenze wird angestoßen, Plattformbetreiber unterstützen Suchtverhalten durch Algorithmen.

Liegt bereits eine offizielle Reaktion oder Stellungnahme vor?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zitiert. Er fordert ein rasches Verbot von Social Media für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, um sie vor negativen Exzessen zu schützen. Außerdem betont er, dass eine breite gesellschaftliche Mehrheit für dieses Verbot sei und dass schnell gehandelt werden müsse, um Kinder und Jugendliche zu schützen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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