Juso-Chef lehnt Pläne für Social-Media-Verbot ab
Berlin () – Juso-Chef Philipp Türmer lehnt die Pläne für ein Verbot von Social-Media-Plattformen für Unter-14-Jährige ab. „Ich kenne kein Konzept, wie ein solches Social-Media-Verbot funktionieren soll“, sagte Türmer den Sendern RTL und ntv. Solange dies so sei, müsse man die „wirklich großen Verbrecher“ ins Visier nehmen und nicht Kinder und Jugendliche. Gemeint sind die Tech-Milliardäre aus den USA.
„Man muss eher die Plattformen in die Pflicht nehmen. Man muss Mark Zuckerberg und Elon Musk in die Pflicht nehmen. Es muss Schluss sein mit kinderpornografischen Inhalten oder mit Betrug, der systematisch auf diesen Netzwerken stattfindet.“ Sofern sich die Betreiber nicht an die Spielregeln halten, müsse die EU entweder empfindliche Strafen auferlegen oder sogar die Netzwerke abstellen. Türmer: „Dann können wir dabei zugucken, wie plötzlich die Metaaktien in den Keller rasen. Wir können nicht mehr akzeptieren, dass sich diese Milliardäre, diese Plutokraten aus den USA, gar nicht mehr an Recht und Gesetz halten.“
Auch das bestehende Verbot in Australien sei kein gutes Vorbild, findet der Juso-Chef. Dort sei „vor allen Dingen eins nach oben gegangen, nämlich die Downloadraten für VPN-Server.“ Der Effekt: „Wenn wir hier ein Social-Media-Verbot einführen, dann wird aus Lisa aus Ulm ganz plötzlich Lisa aus Utah und dann kann sie jedes Social-Media-Verbot umgehen.“ Zustimmung gibt es für die Bemühungen, Kinder und Jugendliche im Internet besser zu schützen. „Das ist eine Katastrophe, was da teilweise vor sich geht.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Junge Leute mit Smartphones (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Personen werden in dem Beitrag erwähnt?
Philipp Türmer, Mark Zuckerberg, Elon Musk, Lisa
Welche Institutionen oder Gruppen kommen im Text vor?
Juso, RTL, ntv, EU, Meta
Zu welchem Zeitpunkt hat sich das Geschehen ereignet?
Nicht erwähnt
An welchem Ort spielt die Handlung?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Australien.
Wie lässt sich der Inhalt kurz zusammenfassen?
Juso-Chef Philipp Türmer lehnt ein Verbot von Social Media für unter 14-Jährige ab und fordert stattdessen, die Plattformbetreiber wie Mark Zuckerberg und Elon Musk zur Verantwortung zu ziehen und gegen kriminelle Inhalte vorzugehen, anstatt Kinder zu bestrafen.
Was war der Auslöser des Geschehens?
Der Auslöser für die Diskussion über das Verbot von Social-Media-Plattformen für Unter-14-Jährige sind die wachsenden Bedenken hinsichtlich des Schutzes von Kindern und Jugendlichen im Internet. Juso-Chef Philipp Türmer kritisiert das geplante Verbot, da er anmerkt, dass es keine praktikable Umsetzung gibt und vielmehr die Verantwortung auf die Plattformbetreiber gelegt werden sollte, um gegen gefährliche Inhalte vorzugehen.
Welche Reaktionen gab es von Seiten der Politik oder Öffentlichkeit?
Juso-Chef Philipp Türmer widerspricht den Plänen für ein Verbot von Social-Media-Plattformen für unter 14-Jährige und fordert stattdessen, die Betreiber wie Mark Zuckerberg und Elon Musk für missbräuchliche Inhalte verantwortlich zu machen. Er sieht die bestehenden Verbote in anderen Ländern als ineffektiv und plädiert für stärkere Maßnahmen gegen die Plattformbetreiber statt gegen Kinder und Jugendliche.
Welche Folgen oder Auswirkungen werden thematisiert?
Die im Artikel genannten Folgen oder Konsequenzen sind: empfindliche Strafen für Betreiber, Abstellen der Netzwerke, plötzlicher Wertverlust von Meta-Aktien, erhöhte Downloadraten für VPN-Server, Umgehung von Social-Media-Verboten.
Liegt bereits eine offizielle Reaktion oder Stellungnahme vor?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Juso-Chef Philipp Türmer zitiert. Er lehnt die Pläne für ein Verbot von Social-Media-Plattformen für unter 14-Jährige ab und fragt, wie ein solches Verbot funktionieren soll. Türmer fordert stattdessen, die Plattformbetreiber wie Mark Zuckerberg und Elon Musk in die Verantwortung zu nehmen und empfindliche Strafen für Verstöße gegen die Spielregeln zu verhängen.
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