ver.di blockiert weiterhin eine zukunftsfähige Lösung für real

6. März 2018
ver.di blockiert weiterhin eine zukunftsfähige Lösung für real

Düsseldorf (ots) – In der achten Verhandlungsrunde zwischen real und ver.di um einen wettbewerbsfähigen Entgelttarifvertrag ist heute kein Verhandlungsergebnis erzielt worden.

Da bis zum 31. März 2018 ein Verhandlungsergebnis erzielt werden muss, haben sich beide Tarifkommissionen jedoch darauf verständigt, noch einmal auf allen Gesprächsebenen eine mögliche Lösung zu finden. Zudem wurde für den 28. März 2018 ein weiterer Termin vereinbart.

Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine hochkonzentrierte Marktstruktur herausgebildet. Mittlerweile entfallen etwa 90 Prozent der Umsätze auf nur vier Unternehmensgruppen. Kleinere, tarifgebundene Unternehmen werden dagegen durch einen Anstieg der tariflichen Personalkosten zunehmend aus dem Markt gedrängt. In kaum einem Bereich der Wirtschaft ändern sich zudem die Anforderungen so rasch, wie im Einzelhandel. real benötigt dringend wettbewerbsfähige Entgeltstrukturen, um sich in diesem schwierigen Marktumfeld zu behaupten. Das war und ist das Ziel des 2016 mit der Gewerkschaft ver.di geschlossen Zukunftstarifvertrages.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat real mehr als 180 Millionen Euro in das Filialnetz investiert. Zusammen mit den für das laufende Geschäftsjahr vom real Aufsichtsrat beschlossenen Investitionen werden die im Zukunftstarifvertrag vereinbarten Zielvorgaben erreicht. Bestehende Wettbewerbsnachteile durch die hohe Einkaufsmacht der Branchenführer konnten im vergangenen Jahr durch die von real initiierte Bildung des Einkaufsverbunds RTG mit vorwiegend regionalen Wettbewerbern zumindest verringert werden. Durch einen erfolgreichen Ausbau des Digitalgeschäfts wurde zudem beispielsweise mit real.de einer der größten Marktplätze für den Onlinehandel in Deutschland geschaffen.

Nur durch weitere Investitionen können der Fortbestand des Unternehmens, seine Arbeitsplätze sowie die dauerhaften Beschäftigungsverhältnisse mit einem verlässlichen monatlichen Einkommen langfristig gesichert werden. Wettbewerbsfähige Personalkosten sind jedoch eine unabdingbare Voraussetzung für diese Investitionen. Das ist auch die Idee des Zukunftstarifvertrags. Die real Tarifkommission hat stets betont, dass bereits bei uns beschäftigte Mitarbeiter am Ende des Monats nicht weniger Entgelt bekommen, als vorher. Es gilt Lohnkontinuität. Für neue Mitarbeiter will real jedoch abweichende Entgeltsätze einführen. Sie sind ein faires Mittel, um Lohnniveau und Arbeitsplätze der bereits Beschäftigten zu sichern. Die Wertschätzung der Belegschaft durch das Unternehmen hat einen hohen Stellenwert, das wird in einer Vielzahl von Betriebsvereinbarungen und nicht zuletzt auch in einer traditionell langjährigen Betriebszugehörigkeit bei real deutlich.

„Sozialpartnerschaft und betriebliche Mitbestimmung werden bei real deutlich besser gelebt, als in vielen anderen Unternehmen der Branche, wo es teilweise keine oder nur vereinzelt Mitbestimmung gibt“, so real Arbeitsdirektor Jörg Kramer.

Selbst ver.di-Chef Frank Bsirske äußerte im vergangenen Jahr immer wieder Besorgnis, dass Unternehmen immer öfter über Lohnkosten statt über Produkte und Dienstleistungen konkurrieren und Unternehmen ohne Tarifbindung oft bis zu einem Drittel niedrigere Löhne als die anderen zahlen würden.

„Wir teilen diese Sorge, ziehen jedoch andere Schlüsse daraus. Der größte Fehler war ganz sicher, dass in der Vergangenheit zu lange akzeptiert wurde, dass sich diese Strukturen verfestigen konnten. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass wir zusammen mit ver.di die notwendige Wettbewerbsfähigkeit von real auf Lohnkostenseite erreichen wollen. Wir begrüßen daher den Ansatz, auf allen Ebenen eine Lösung herbeiführen zu wollen. Ist das nicht möglich, müssen wir als verantwortliche Geschäftsführung andere Alternativen umsetzen. Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel gibt es genügend Beispiele, wie man auch ohne ver.di zu einer Senkung der Personalkosten kommen kann“, sagt Henning Gieseke, CEO real.

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