Sieben Jahre Krieg in Syrien: Eine unfassbare menschliche Tragödie

9. März 2018
Sieben Jahre Krieg in Syrien: Eine unfassbare menschliche Tragödie

Bonn (ots) – Im März 2011 brach der Syrien-Konflikt aus, der nach wie vor mit unerbittlicher Härte geführt wird. Die Folgen für die Zivilbevölkerung sind unbeschreiblich: Hunderttausende Syrer wurden getötet, 6,1 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht und 5,6 Millionen suchten als Flüchtlinge Schutz und Sicherheit in den Nachbarländern.

„Sieben Jahre Krieg haben eine unbeschreibliche humanitäre Katastrophe produziert. Es ist höchste Zeit, diesen sinnlosen Konflikt zu beenden. Militärisch wird es weder eine Lösung noch klare Gewinner oder Verlierer geben. Die Hauptleidtragenden sind die Menschen in Syrien“, so der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer.

Die Lebensbedingungen in Syrien sind schlimmer denn je. 69 Prozent der Einwohner leben mittlerweile in extremer Armut. Der Anteil der Familien, der mehr als die Hälfte des jährlichen Einkommens für Essen ausgeben muss, stieg auf 90 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel sind aktuell im Schnitt achtmal so hoch wie in der Zeit vor Kriegsbeginn.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und seine Partner unternehmen jede Anstrengung, um die Not leidende Bevölkerung mit Hilfsgütern zu erreichen. Der Zugang zu den belagerten Gebieten bleibt für humanitäre Konvois jedoch beschränkt. Die Hilfslieferungen, die am 5. März das belagerte Ost-Ghouta erreichten, waren eine positive Entwicklung. Durch einsetzendes Granatfeuer wurden die Helfer jedoch gezwungen, Ost-Ghouta vorzeitig wieder zu verlassen. Nur die Hälfte der für die Hungernden bestimmten Nahrungsmittel konnten von den Trucks abgeladen werden. Der UNHCR und seine Partner stehen weiterhin für einen Soforthilfeeinsatz bereit, um verzweifelte Menschen in Ost-Ghouta oder in anderen belagerten Enklaven Syriens zu unterstützen.

Trotz großzügiger Zuwendungen von Geberländern klafft für die UNHCR-Hilfsoperation in Syrien eine immense Lücke zwischen dem notwendigen Bedarf und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Ressourcen. Im letzten Jahr ist nur die Hälfte der benötigten Summe eingegangen. Aufgrund der dramatischen Unterfinanzierung hat die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Partner des UNHCR, dringend zu Spenden aufgerufen.

Weitere Informationen zum Syrienkonflikt und Spenden online unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de/spenden-syrien-nothilfe

Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene in Syrien: Spendenkonto UNO-Flüchtlingshilfe Sparkasse Köln-Bonn, IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50 BIC: COLSDE33 Stichwort: Nothilfe Syrien

Quellenangaben

Textquelle:UNO-Flüchtlingshilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/63012/3886951
Newsroom:UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
Pressekontakt:Dietmar Kappe
Tel. 0228-90 90 86-41
kappe@uno-fluechtlingshilfe.de

Weitere interessante News

Recherchen von Radio Bremen, NDR und Süddeutscher Zeitung: BAMF-Skandal: Anwälte der … Bremen (ots) - Der Anwalt der ehemaligen Leiterin der Bremer Außenstelle, Erich Joester, hat sich erstmals in einem Fernsehinterview zu den Vorwürfen gegen seine Mandantin geäußert. Sie werde nicht nur von den Medien, sondern von ihren eigenen Vorgesetzten vorverurteilt. Es gehe nicht an, dass "diejenigen, die zur Fürsorge aufgerufen sind, nämlich ihre Vorgesetzten bis hin zum Minister, jetzt Vorwürfe erheben, ohne ihr rechtliches Gehör gewährt zu haben", so Joester gegenüber Radio Bremen, NDR u...
Deutschlands Eisenbaner mit Herz auf einen Blick Berlin (ots) - Im Wettbewerb "Eisenbahner mit Herz" stehen die Lieblingseisenbahner der Bahnkunden fest: 103 Bahnmitarbeiter aus fast allen Bundesländern hat die Allianz pro Schiene seit dem Einsendeschluss am 31. Januar identifiziert. Grundlage aller Nominierungen sind Reisegeschichten der Fahrgäste, die damit ihre persönlichen Bahnmitarbeiter für den Titel vorgeschlagen haben. Im laufenden Wettbewerbsjahr sind rund 200 Bahnkundenvorschläge bei der Allianz pro Schiene eingegangen. Am 17. April ...
Offenbarungseid der Politik: Parteien stellen sich gegen das Kindeswohl Overath (ots) - Die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag hat in der Sitzung am Donnerstag, 15.03.2018, einen Antrag unter der Überschrift "Getrennt leben - Gemeinsam erziehen: Familienrechtliches Wechselmodell als Regelfall einführen" gestellt. Die Debatte kann man hier ansehen: http://ots.de/BmyHdg "Väter bleiben Eltern zweiter Klasse", resümiert Hartmut Wolters, Kreisvorsitzender des Väteraufbruch für Kinder in Köln die Debatte im Bundestag. In über 90% der Fälle werden Kinder nach der Trennung...

Über Presseportal.de

presseportal.de - Die große Online-Datenbank für Presseinformationen in Text, Bild, Audio und Video. Pressemitteilungen und Pressematerial zu sehr vielen verschiedenen Themen. Ein Service von news aktuell aus der dpa-Firmengruppe.

© Copyright 2017. IT Journal.