MDR: Besserer Unfallschutz für die Angehörigen von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr …

15. März 2018
MDR: Besserer Unfallschutz für die Angehörigen von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr …

Leipzig (ots) – In einer Umfrage für den MDR plädieren die Feuerwehrverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen dafür, die freiwilligen Helfer bei Unfällen besser abzusichern und bei Todesfällen auch die Lebensgefährten bei den Leistungen für Hinterbliebene einzubeziehen.

„Die Lebensgefährtin ist beim tödlichen Unfall raus aus dem Schutz. Das halten wir für überholt. Deshalb wollen wir, dass Lebensgefährten den Ehepartnern gleichgestellt werden“, so der Vorsitzende des Thüringer Feuerwehr-Verbandes. Lars Oschmann fordert zudem eine große Witwenrente unabhängig von Alter und Heiratsurkunde.

Ein weiteres Problem: Der Unfallschutz bei gesundheitlichen Vorschäden

Jedes Jahr ziehen sich Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Verletzungen und Erkrankungen im Einsatz zu. Gegenüber MDR-„Exakt“ schätzt der deutsche Feuerwehrverband, dass bundesweit rund 400 Fälle nicht durch die Unfallversicherung abgesichert sind. Grund dafür sind bei den Betroffenen meist Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden oder vorgeschädigte Gelenke.

Die Feuerwehrverbände empfehlen deshalb einen besseren Schutz für die betroffenen Feuerwehrleute. Die Helfer setzten sich freiwillig für das Leben und Wohl anderer ein, sagt der Vizevorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen, Roland Voigt: „Wenn ihnen im Einsatz etwas passiert, darf die Gesellschaft nicht über mögliche Vorerkrankungen nachdenken.“

Die Absicherung der freiwilligen Feuerwehrleute bei Unfallfolgen ist Ländersache und unterschiedlich geregelt. In Sachsen-Anhalt zum Beispiel sollen die Unfallfolgen über einen Landesfonds in Höhe von 15.000 Euro abgemildert werden.

Hartmut Ziebs, Präsident des deutschen Feuerwehrverbandes, fordert eine schnelle bundesweite Lösung: „Stellen Sie sich einfach mal vor, Feuerwehrleute aus unterschiedlichen Bundesländern stehen an einer Einsatzstelle, verunfallen und werden dann drei-, viermal unterschiedlich versichert sein. Das kann es nicht sein. Da muss also eine einheitliche Regelung her“.

Mehr dazu unter www.mdr.de/investigativ

Quellenangaben

Textquelle:MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/7880/3891908
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