Kriminologe Pfeiffer rechnet nicht mit zunehmender Gewalt durch Flüchtlinge

16. März 2018
Kriminologe Pfeiffer rechnet nicht mit zunehmender Gewalt durch Flüchtlinge

Osnabrück (ots) – Kriminologe rechnet nicht mit zunehmender Gewalt durch Flüchtlinge

Pfeiffer: Lebensbedingungen sind besser geworden – Fehlende Integration und „Machokultur“ Ursachen für Gewalt

Osnabrück. Kriminologe Christian Pfeiffer geht trotz tödlicher Messerangriffe durch Asylbewerber in Flensburg und Kandel davon aus, dass Flüchtlinge künftig weniger Gewalttaten begehen. „Die Lebensbedingungen für die Flüchtlinge sind besser geworden, das hat dazu beigetragen, dass diese Gewaltrate abnimmt“, sagte Pfeiffer der Neuen Osnabrücker Zeitung (Freitag). Er beruft sich dabei auf die sinkende Zahl der Gewalttaten durch Flüchtlinge in Niedersachsen im Jahr 2017 und rechnet auch im ganzen Bundesgebiet mit weniger Gewalt.

Dass junge Flüchtlinge trotzdem Gewalt gegen junge Mädchen ausüben, sei vor allem „der sozialen Lage geschuldet, dass sie hier in unserem Land keine Verankerung haben“, sagte Pfeiffer. Wer keiner sozialen Gruppe angehört oder keine Familie hat, und eine Beziehung zu einem Mädchen anfängt, dem fehle nach einer Trennung eine positive Verankerung im Leben. Beeinflusst durch die männlich dominierte „Machokultur“ in den Heimatländern, würden Täter in Konfliktsituationen keinen anderen Ausweg sehen, als Rache auszuleben und wütend zu zustechen. Je besser die Integration funktioniere, desto weniger Gefahr gehe von jungen Menschen aus, erläuterte Pfeiffer.

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