Offenbarungseid der Politik: Parteien stellen sich gegen das Kindeswohl

16. März 2018
Offenbarungseid der Politik: Parteien stellen sich gegen das Kindeswohl

Overath (ots) – Die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag hat in der Sitzung am Donnerstag, 15.03.2018, einen Antrag unter der Überschrift „Getrennt leben – Gemeinsam erziehen: Familienrechtliches Wechselmodell als Regelfall einführen“ gestellt. Die Debatte kann man hier ansehen: http://ots.de/BmyHdg

„Väter bleiben Eltern zweiter Klasse“, resümiert Hartmut Wolters, Kreisvorsitzender des Väteraufbruch für Kinder in Köln die Debatte im Bundestag. In über 90% der Fälle werden Kinder nach der Trennung der Mutter zugesprochen. „Die Professionen halten an dem Mütterbonus selbst dann verbittert fest, wenn das Kindeswohl im Residenzmodell gefährdet ist“, fährt Wolters fort. Manch ein Vater, so Wolters, der eine glückliche Kindheit gewährleisten könne, erfährt von Inobhutnahmen erst durch die Aufforderung, seinen Kindesunterhalt an das Jugendamt zu zahlen. „Das Residenzmodell ist gescheitert, es bedarf eines Paradigmenwechsels“, fordert Wolters.

Johannes Fels aus Sindelfingen hat sich die Debatte angesehen. Die FDP stellt im Deutschen Bundestag den Antrag, das Wechselmodell, ein Lebensmodell, bei dem Scheidungskinder beide Elternteile behalten, als Regelfall nach Trennung und Scheidung einzuführen. Für Kinder ist die Scheidung der Eltern eine schwer zu verkraftende Erfahrung. Nach dem in Deutschland gängigen Betreuungsmodell, dem Residenzmodell, das die Ein-Eltern Familie für die betroffenen Kinder bedeutet, verlieren die Kinder ein Elternteil. Nicht nur ein großes Unglück für die betroffenen Kinder, sondern auch für das entsorgte Elternteil.

Die Scheidung der Eltern darf nicht das Aus für das familiäre Miteinander der betroffenen Kinder bedeuten. Unter diesem Tenor steht die Begründung der FDP. Die FDP Abgeordnete Katrin Helling-Plahr erzählt von Marie und Maximilian, die während der Ehe von Mutter und Vater zu gleichen Teilen betreut werden, nach Trennung und Scheidung der Eltern aber, wie es in Deutschland üblich ist, ihren Vater verlieren. Die Mutter kontrolliert die Hausaufgaben und der Vater geht mit den Kindern am Umgangswochenende in den Zoo. Der Vater wird aus dem Alltagsleben der Kinder ausgeschlossen. Helling-Plahr kommt zu dem Schluss, dass wir ein Update in der Familienpolitik brauchen. Das Wechselmodell soll nach Auffassung der FDP zum Regelfall nach Trennung und Scheidung werden.

In der Drucksache 19/1175 zum FDP-Antrag stützt die FDP ihre Forderung nach der Einführung des Wechselmodells als Regelfall nach Trennung und Scheidung auf eine Untersuchung des Institutes für Demoskopie Allensbach, nach der mehr als die Hälfte der befragten Paare eine partnerschaftliche Lösung nach einer Trennung für ihre Kinder wünschen. Auch weist die FDP darauf hin, dass das Wechselmodell Zuspruch aus der Wissenschaft erfährt und vom Europarat in der Resolution 2079/2015 gefordert wird.

Die FDP beklagt bei der bestehenden Regelung das zugrunde liegende Rollenmodell „Die Mutter betreut die Kinder und der Vater verdient das Geld“ und verlangt einen Paradigmenwechsel in der Familienpolitik. Bei getrenntlebenden Eltern muss die gemeinsame Erziehung in Zukunft im Mittelpunkt stehen, so die FDP. Die Politik muss mit gesetzlichen Rahmenbedingungen Eltern in ihrem Wunsch unterstützen, die gemeinsame Verantwortung für Kinder nach einer Trennung beizubehalten. Deshalb brauchen wir das Wechselmodell, so die FDP.

Die anderen Parteien im Bundestag sehen das anders.

Mechthild Heil, Andrea Lindholz und Marcus Weinberg bekunden zwar, dass sie die Betreuung der Scheidungskinder durch beide Elternteile für wichtig halten, bleiben aber eine Antwort schuldig, wie sie dies im Residenzmodell gewährleistet sehen. Das Wechselmodell als Regelfall nach Trennung und Scheidung lehnen alle drei ab. Frau Lindholz bezeichnet das Wechselmodell als nicht zielführend, verrät aber durch eine versehentliche Zwischenbemerkung, dass sie die Macht, die überwiegend die Frau durch das Residenzmodell erhält, nicht einschränken will. Frau Heil diskriminiert Väter, indem sie behauptet, dass Väter die Erziehung ihren neuen Lebensgefährtinnen überlassen.

Sonja Amalie Steffen und Esther Dilcher von der SPD machen gleich deutlich, dass die SPD das Wechselmodell als Regelfall um jeden Preis verhindern will. Für beide ist klar, dass eine Trennungsfamilie eine Ein-Eltern-Familie sein muss und stellen klar: eine betreut und einer zahlt.

Die Grüne Katja Keul gibt zu, dass Kinder im Wechselmodell zufriedener sind. Dennoch will sie den Zwang zum Residenzmodell beibehalten und lehnt das Wechselmodell als Regelfall ab.

Auch die AfD-Rednerin Nicole Höchst sagt, dass Kinder ein Recht auf Vater und Mutter haben und die Linke Katrin Werner fordert eine Bindung der betroffenen Kinder zu beiden Elternteilen. Beide bleiben aber eine Antwort schuldig, wie dies im Residenzmodell, der Ein-Eltern-Familie, gewährleistet werden soll.

Dass das Residenzmodell in vielen Fällen nicht funktioniert und vielen Kindern Leid bringt, bleibt für die Abgeordneten von CDU/CSU, SPD, AfD, Linke und Grüne außen vor. Sie wollen das Residenzmodell als Standardmodell unbedingt beibehalten, obwohl sie im Fall Staufen bei Freiburg http://ots.de/xUXOji mitbekommen haben müssen, dass das Residenzmodell, die Ein-Eltern-Familie, der Kindsmutter die Möglichkeit verschafft hat, ihren 9-jährigen Sohn zu missbrauchen und gegen Bezahlung missbrauchen zu lassen. Im Wechselmodell, wo beide Eltern auf ihr Kind aufpassen, hätte das nicht passieren können.

Außer der FDP sind trotz dieser schwerwiegenden Gründe, die gegen das Residenzmodell sprechen, alle Parteien nicht bereit, von der gängigen Praxis abzurücken.

Die Politiker von CDU/CSU, SPD, AfD, Linke und Grüne gehen davon aus, dass ein Umgangsrecht für ein Elternteil ausreichend ist, um den Kontakt zu seinen Kindern zu halten. Das Umgangsrecht ist aber gesetzlich so gestaltet, dass es gegen den Willen des Elternteils, bei dem die Kinder leben, nur schwer oder gar nicht durchsetzbar ist. Die Politiker von CDU/CSU, SPD, AfD, Linke und B90/Grüne fördern damit, dass den Kindern ein Elternteil entzogen wird. Ja sie behaupten sogar, dass der Entzug eines Elternteils dem Kindswohl diene.

Die KiMiss-Studie der Universität Tübingen http://www.kimiss.uni-tuebingen.de/de/2016report.html kommt zu dem Ergebnis, dass es gerade beim Residenzmodell bei 50 % der streitigen Fälle zum Missbrauch der betroffenen Kinder und zum Missbrauch des entsorgten Elternteils kommt. Ist der psychische Missbrauch von Kindern und Vätern das, was außer der FDP alle Parteien im Bundestag wollen?

Kommentar: Bundestagsdebatte zum Wechselmodell Von Johannes Fels

Die FDP setzt sich für die Umsetzung der Europaratsresolution 2079/2015 ein und fordert die Einführung des Wechselmodells als Standardmodell nach Trennung und Scheidung. Das Wechelmodell ermöglicht es den von der Trennung ihrer Eltern betroffenen Kindern, beide Elternteile zu behalten.

Die FDP stellt den Antrag zu einem Paradigmenwechsel in der Familienpolitik. Die FDP fordert mehr Gleichberechtigung in der Familienpolitik. Die FDP setzt sich für die gemeinsame Erziehungsarbeit von Vater und Mutter ein, auch wenn diese getrennt leben.

Die übrigen Parteien im Bundestag setzen sich für die Beibehaltung des bestehenden, verkrusteten Familienbildes ein. „Die Mutter erzieht die Kinder und der Vater verdient das Geld“, so sehen CDU/CSU, SPD, AfD, Linke und Grüne die Familie. Für diese Parteien sind wirtschaftliche Interessen der Mittelpunkt der Familienpolitik.

Die CDU/CSU, SPD, AfD, Linke und Grüne fordern die Beibehaltung des Residenzmodells, der Ein-Eltern-Familie, als Standardmodell, obwohl dies für die betroffenen Kinder zum Verlust eines Elternteils führt. Obwohl die KiMiss-Studie der Universität Tübingen zu dem Ergebnis kommt, dass es gerade beim Residenzmodell bei 50 % der streitigen Fälle zum Missbrauch der betroffenen Kinder und zum Missbrauch des entsorgten Elternteils kommt.

Für die FDP steht das Kind im Mittelpunkt, für die übrigen Bundestagsparteien das finanzielle Wohlergehen und die wirtschaftliche Alimentierung der Mutter. Ist es da CDU/CSU, SPD, AfD, Linken und Grünen auch egal, dass dafür Kinder und entsorgte Väter missbraucht werden?

Verkehrte Welt? Die FDP übernimmt soziale Verantwortung und die anderen Parteien halten an alten Zöpfen fest.

Weiterführende Links: Männer bekennen Farbe: Wechselmodell ist gelb https://www.presseportal.de/pm/127703/3741810

Fortbildungen für Trennungsväter https://www.presseportal.de/pm/127703/3852347

Quellenangaben

Textquelle:Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/127703/3892657
Newsroom:Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.
Pressekontakt:Johannes Fels
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Interessengemeinschaft Jungen
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Michael Görlinger
Väteraufbruch für Kinder

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Tim Walter
Initiative Doppelresidenz2017 von Mitgliedern der FDP

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0172 9896400

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