Jemen: Seit drei Jahren Krieg, Hunger und Krankheit

23. März 2018
Jemen: Seit drei Jahren Krieg, Hunger und Krankheit

Bonn (ots) – Seit März 2015 herrscht im Jemen Krieg zwischen Rebellengruppen und der arabisch-westlichen Militärkoalition. Immer wieder sterben Zivilpersonen bei Bombenangriffen und in den Kriegsgefechten. Die Zahl der Menschen, die im Jemen auf humanitäre Hilfe und Schutz angewiesen sind, steigt weiter an.

Seit Kriegsbeginn ist die Lage im Jemen dramatisch: Über 20 Millionen Jemeniten sind auf humanitäre Hilfe angewiesen und mehr als sieben Millionen drohen zu verhungern. Darunter befinden sich viele unterernährte Kinder, die täglich um ihr Leben kämpfen. Zusätzlich zum andauernden Krieg und der schweren Hungersnot leidet die Bevölkerung unter Cholera und Diphterie. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ versuchen, die Ausbreitung der lebensgefährlichen Krankheiten durch die Verteilung von Medikamente und Hygiene-Sets zu verhindern. Zudem versorgen sie die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und unterstützen die Menschen bei der Bewältigung von Traumata.

Doch die Sicherheitslage ist auch für die Helfer gefährlich. Besonders schwierig ist die Versorgung der Menschen in umkämpften Gebieten. Die Bündnisorganisationen versuchen nach wie vor, größere Medikamentenlieferungen ins Land zu transportieren. „All diese Anstrengungen sind allerdings vergebens, wenn weiterhin Waffenlieferungen in den Jemen zugelassen werden. Die internationale Gemeinschaft hat die Pflicht, alles dafür zu tun, den Konflikt so schnell wie möglich zu beenden“, sagt Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“. „Die jemenitische Bevölkerung lebt seit drei Jahren mit Krieg, Hunger und Krankheiten. Das Land braucht endlich wieder Frieden.“ Die Bundesregierung hatte im Januar Rüstungsexporte in Länder gestoppt, die am Krieg in Jemen beteiligt sind. Allerdings dürfen Unternehmen denen bereits Vorgenehmigungen erteilt wurden, die vereinbarten Rüstungsgüter liefern.

Im Jemen leben über 250.000 Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Somalia. Die lebensbedrohliche Lage im Jemen zwingt viele von ihnen, in ihre afrikanische Heimat zurückzukehren. Auch viele Jemeniten versuchen, auf die andere Meeresseite ins afrikanische Dschibuti und Somalia zu fliehen, um den Luftangriffen und der Cholera zu entkommen. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ sind in Dschibuti vor Ort und versorgen die aus dem Jemen Geflüchteten mit medizinischer Nothilfe.

Gerne vermittelt „Aktion Deutschland Hilft“ Interviewpartner zur Situation im Jemen. Bitte kontaktieren Sie die Pressestelle unter 0228/242 92 222 oder presse@aktion-deutschland-hilft.de

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„Aktion Deutschland Hilft“ nimmt Spenden für die Not leidende Bevölkerung im Jemen auf:

Stichwort „Hunger im Jemen“ IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft) Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher) Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Quellenangaben

Textquelle:Aktion Deutschland Hilft e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/50116/3899263
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