Parodontitis: Erste Warnsignale ernst nehmen

2. April 2018
Parodontitis: Erste Warnsignale ernst nehmen

Baierbrunn (ots) –

Wer sich vor schwerwiegenden Folgen einer Parodontitis schützen möchte, sollte schon bei ersten Alarmzeichen handeln. Denn die Entzündung des Zahnbetts ist ein schleichendes Leiden, das zunächst kaum Schmerzen verursacht. „Viele Betroffene nehmen erste Warnsignale wie Mundgeruch, gerötetes und empfindliches Zahnfleisch sowie Zahnfleischbluten nicht ernst genug“, sagt Dr. Lisa Hierse, Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Zum Zahnarzt gehen viele erst bei großem Leidensdruck, zum Beispiel weil frei liegende Zahnhälse ein kosmetisches Problem darstellen, die Zähne lockerer werden oder sogar schon ausfallen.

Wer regelmäßig Präventionsangebote wahrnimmt, leidet seltener an Zahnbettentzündungen. Die Kosten für zwei Kontrolluntersuchungen und eine Zahnsteinentfernung pro Jahr übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung. Besonders gründlich entfernt der Zahnarzt oder dessen Fachangestellte alle Beläge und Verfärbungen bei einer professionellen Zahnreinigung. Die Kosten dafür trägt der Patient in der Regel selbst. Alle zwei Jahre erstattet wird die sogenannte Kontrolle des Parodontalen Screening Index (PSI). Bei der Früherkennungsuntersuchung prüft der Arzt mit einer Spezialsonde die Zahnfleischtaschen.

Der Hauptgrund für Parodontitis ist in den meisten Fällen unzureichende Mundhygiene. Allerdings kann man daran auch trotz guter Zahnpflege erkranken, wie Hierse betont. Denn auch Vererbung und Vorerkrankungen spielen eine Rolle, zum Beispiel Diabetes. Ein vielfach höheres Risiko haben der Expertin zufolge Raucher. „Parodontitis ist letztendlich eine Lebensstilerkrankung“, erklärt Professor Ulrich Schlagenhauf, Leiter der Abteilung Parodontologie an der Universitätszahnklinik in Würzburg. Um die Entzündungslast im Körper zu senken, sollte man das Rauchen aufgeben und gesundheitsschädliche Ernährungsgewohnheiten korrigieren: wenig Wurst und Fleisch, wenig Zucker, viele Ballaststoffe, hochwertige Öle, regelmäßig Fisch.

Wie sich Zahnbettentzündungen behandeln lassen und inwieweit Krebs, Gefäßerkrankungen und Alzheimer möglicherweise mit Parodontitis in Verbindung stehen, erfahren Leser in der neuen „Apotheken Umschau“.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 4/2018 A liegt aktuell in den meisten Apotheken aus.

Quellenangaben

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