Megadeal treibt gewerblichen Wohninvestmentmarkt auf überdurchschnittlich hohes …

5. April 2018
Megadeal treibt gewerblichen Wohninvestmentmarkt auf überdurchschnittlich hohes …

Frankfurt (ots) – Der gewerbliche Wohninvestmentmarkt* ist mit einem Megadeal in das Jahr 2018 gestartet – dies nach 12 Monaten ohne jegliche Transaktion über 1 Mrd. Euro. Mit der bereits im alten Jahr angekündigten und nun erfolgten Übernahme der österreichischen Buwog durch die Vonovia schlug wieder einmal ein großer Wohnungsmarktakteur zu: mit ca. 2,9 Mrd. Euro für den deutschen Teil des Portfolios wurde das Transaktionsvolumen in den ersten drei Monaten auf 7,1 Mrd. Euro (48.000 Wohnungen) katapultiert, nur im Rekordjahr 2015 waren es mit 11 Mrd. Euro mehr. Das diesjährige Quartalsergebnis macht bereits jetzt fast die Hälfte des Transaktionsvolumens des gesamten Vorjahres aus. Die Vergleiche fallen entsprechend hoch aus: ein Plus von 109 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017, der 5-Jahresschnitt der jeweils ersten Quartale um den Faktor 2,4 überschritten (auch ohne die Buwog-Übernahme ein überdurchschnittliches Ergebnis), das 10-Jahresmittel um den Faktor 1,5 getoppt.

Fünf Transaktionen, die in der Größenklasse zwischen 1.000 und 2.500 Wohneinheiten gehandelt wurden, erwiesen sich als solide Basis des insgesamt hohen Volumens: allein sie kamen auf einen Anteil von einem Viertel des gesamten Transaktionsvolumens und machen deutlich, welche Lose derzeit gesucht werden. „Investoren präferieren ein homogenes Portfolioprofil, das optimal zu ihrer jeweiligen Anlagestrategie passt. Beimischungen von Objekten mit anderen wirtschaftlichen Parametern stehen weniger im Fokus, egal ob mit einem verbessernden oder verschlechternden Effekt auf das Gesamtportfolio. Denn nur mit einem homogenen Produkt lassen sich klare Chancen identifizieren, Businesspläne umsetzen und letzten Endes auch die hohen Preise rechtfertigen“, so Dr. Konstantin Kortmann, Head of Residential Investment JLL Germany.

Diese Investmentspezialisierung wird auch deutlich an den drei Mikro- und Studentenapartmentportfolios, die gleich zu Beginn des Jahres gehandelt wurden. Mit dem Staatsfonds von Singapur (GIC) und dem amerikanischen Investor Harrison Street sind dabei zwei internationale Investoren in den deutschen Mikroapartmentmarkt eingestiegen. „Mit über 1,4 Mrd. Euro hat dieser Markt bereits jetzt schon ein noch nie gemessenes Niveau erreicht. Wir gehen davon aus, dass sich Mikroapartments als eigene Assetklasse im Jahresverlauf etablieren werden“, so Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany. Auch ein anderer, schon seit längerem aufgrund der Produktarmut zu beobachtende Trend wird anhalten: der Verkauf von Projektentwicklungen. Mit 29 von 101 Transaktionen gehen rund 30 % des Gesamtvolumens auf das Konto von Forward Deals (Gesamtjahr 2017: 25 % der Transaktionen, 5-Jahreschnitt der ersten Quartale: 14 %). „Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum, besonders in den Ballungsgebieten, ist dieser steigende Anteil ein Zeichen dafür, dass das Angebot in Reaktion auf das Ungleichgewicht und die steigenden Preise ausgeweitet wird. Ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzen wird“, so Scheunemann.

Die Käufer deutscher Wohnimmobilien sind maßgeblich deutsche Gesellschaften. Über 80 % des investierten Kapitals kam aus dem Inland. Die Top 3 Länder mit ausländischem Kapital waren die USA (570 Mio. Euro), Singapur (350 Mio. Euro) und Großbritannien (220 Mio. Euro). „Der Vorteil deutscher Investoren ist die hervorragende Marktkenntnis. Internationale Bewerber tun sich oft schwer, insbesondere mit der Struktur des Wohnimmobilienmarktes mit geringen Eigentümerquoten, dem Mieterschutz und lokalen Wohnungsmärkten“, erklärt Kortmann. Allerdings: Berlin machte – zumindest in der Momentaufnahme der ersten drei Monate – die Ausnahme: In die Hauptstadt floss erstmals mehr Kapital (zwei Drittel der insgesamt 1,1 Mrd. Euro) von ausländischen Anlegern als von deutschen. Auf Platz 2 in der regionalen Betrachtung des gewerblichen Wohnungsinvestmentmarktes liegt die Region Frankfurt-Rhein-Main. Bei einem Transaktionsvolumen von 650 Mio. Euro bewegte sich der Anteil internationaler Kapitalgeber mit über 40 % auch hier wesentlich höher als in den Vorjahren. „Bemerkenswert hierbei ist, dass die Private Equity Fonds mit einer neuen Strategie zurück sind“, so Kortmann. Nachdem sie in den letzten sieben Jahren in Deutschland tendenziell zu den Nettoverkäufern gezählt hatten, erwerben sie nun wieder Wohnungsbestände in Berlin, Frankfurt und Hamburg.

Aufgrund des Erwerbs der Buwog durch Vonovia bleiben die börsennotierten Wohnungskonzerne die Käuferklasse mit dem höchsten Vermögensaufbau (von 2,8 Mrd. Euro) bei Wohnimmobilien. Ohne diesen Megadeal läge der Vermögensaufbau allerdings nicht bei 2,8 Mrd. Euro, sondern bei lediglich 85 Mio. Euro. „Die Konzerne haben zunehmend Schwierigkeiten durch Portfolioankäufe zu wachsen. Es fehlt das passgenaue Produkt“, so Kortmann. Ihnen bleibe bei der aktuellen Marktlage lediglich die Option internationalen Wachstums, wie es etwa durch die Vonovia in Österreich realisiert würde, oder die Bestandsentwicklung inklusive dem Ankauf von Projektentwicklungen. „Bei Projektentwicklungen stehen die Konzerne in großer Konkurrenz zu Banken, Versicherungen, Pensionsfonds bzw. den deutschen Spezialfonds. Diese Investorengruppen haben im ersten Quartal mehr als 1,7 Mrd. Euro aufgebaut und sind in der Lage, durch ihre langen Investitionshorizonte hohe Preise aufzurufen. Wohnimmobilien gelten bei ihnen als Ersatz für fixed income investments mit begrenztem Risiko, wie etwa bei Staatsanleihen“, sagt Konstantin Kortmann. Und der Wohnungsinvestmentexperte ergänzt: „An dieser Entwicklung wird einer der Hauptreiber des Wohnungsmarktes deutlich: Solange die Zinsen innerhalb der Eurozone nicht wesentlich ansteigen, bleibt für langfristig orientierte Investoren der stabile deutsche Wohnungsmarkt mit seinen berechenbaren Mieterträgen und dem geringen Neubauvolumen weiterhin ein attraktives Investitionsziel. Unter weiterer Berücksichtigung der spezifischen Wohnprodukte wie Mikrowohnen, das insbesondere auch für internationale Investoren interessant ist, kann davon ausgegangen werden, dass das Transaktionsvolumen auch 2018 ein Niveau von mehr als 15 Mrd. Euro erreichen wird. Denn auch wenn die handelbaren Portfolios knapp bleiben werden: das Preisniveau wird weiter steigen.“

* Verkauf von Wohnungspaketen und Studentenheimen mit mindestens 10 WE und 75 % Wohnnutzung sowie der Verkauf von Unternehmensanteilen mit Übernahme einer Kontrollmehrheit ohne Börsengänge

Quellenangaben

Textquelle:Jones Lang LaSalle SE (JLL), übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/62984/3908310
Newsroom:Jones Lang LaSalle SE (JLL)
Pressekontakt:Dorothea Koch
Tel. 069 2003 1007
dorothea.koch@eu.jll.com

Weitere interessante News

Wachstumsmarkt Drittwartung: Technogroup mit starkem Ergebnis Hochheim (ots) - Umsatz-Plus von 11,3 Prozent bei herstellerunabhängigem IT-Service-Provider für Data Center Die Hochheimer Technogroup schloss als Marktführer im herstellerunabhängigen Service für Rechenzentren und IT-Anlagen ein erfolgreiches Geschäftsjahr ab. Mit einer Umsatzsteigerung von 11,3 Prozent wurde das letztjährige Ergebnis von 10,3 Prozent Zuwachs wieder überschritten. Insgesamt konnte die international agierende Technogroup damit 2017 einen Umsatz von 35 Millionen Euro erzielen. "...
Geprüfte Fenstersysteme und Lösungen für die Unterfensterbank Schwetzingen (ots) - Auch wenn sie oft wenig beachtet werden, spielen die richtigen Anschlüsse beim Fenstereinbau eine zentrale Rolle. Denn am Übergang vom Fensterrahmen zu angrenzenden Bauteilen entscheidet sich, ob ein Fenster auf Dauer dicht hält und die Konstruktion vor Bauschäden geschützt bleibt. Der Wind- und Luftdichtungsspezialist MOLL pro clima zeigt auf der Fensterbau Frontale vom 20. bis zum 23. März in Nürnberg sein komplettes Sortiment für den sicheren Anschluss von Fenstern und Tü...
Die NL-Holding gewinnt globale Investmentgruppe Oaktree Capital Management als Partner … Augsburg/Basel (ots) - NL-Holding ist ein dynamisch wachsendes europäisches Gesundheitsunternehmen mit Hauptsitz in Augsburg (D). Ende 2017 sicherte sich das Unternehmen eine Beteiligung der Oaktree Capital Management, einer der weltweit grössten Investmentgruppen. Mittlerweile hat NL-Holding mit der Umsetzung der Investitionspläne begonnen und Gesundheitszentren in Spanien (IMER), Italien (Archimed Group) sowie in der Schweiz (ProCrea Group in Lugano) erworben. Dabei wurden bereits 80 Millionen...
Schwarzbau im Garten? Berlin (ots) - Wenn jemand ein befestigtes Wohnhaus errichtet, dann weiß er in der Regel auch, dass er dazu eine Baugenehmigung benötigt und die Zustimmung der Nachbarn einholen muss. Sehr viel großzügiger sehen das Menschen, wenn sie lediglich ein Spielhaus für ihre Kinder oder einen Gartenschuppen errichten. Regelmäßig streiten die Erbauer solcher Häuschen gegen Nachbarn und Behörden, weil diese auf eine Entfernung der "Schwarzbauten" pochen. Der Infodienst Recht und Steuern der LBS hat für se...
Partnerschaft: Zoff um den Zaster. Frankfurt am Main (ots) - Viele Partnerschaften zerbrechen an Konflikten aufgrund einer unterschiedlichen Einstellung zu Geld. Besonders häufig entzündet sich der Streit daran, dass der Partner bzw. die Partnerin für "unnötige" Dinge zu viel ausgibt. Vermeintlich verzichtbare Geldausgaben haben 36 Prozent aller Paare in Deutschland schon mal auf die Palme gebracht, wie eine aktuelle Umfrage von forsa im Auftrag von RaboDirect zeigt. Vor allem Männer stören sich daran. So sagen 40 Prozent von ihn...
forsa-Studie: Sparen macht optimistisch Frankfurt am Main (ots) - Die große Mehrheit der Deutschen blickt optimistisch in die Zukunft. Die finanzielle Situation spielt dabei eine entscheidende Rolle, wie eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag von RaboDirect Deutschland zeigt. Geld auf der hohen Kante verhilft offensichtlich zu einer heiteren, zuversichtlichen und lebensbejahenden Grundhaltung. Diesen Schluss lässt die aktuelle forsa-Studie zu. Danach haben 75 Prozent der Befragten, die regelmäßig sparen, positive Erwartungen hinsichtl...
„Warum der Kauf von Goldmünzen eine gute Idee ist“ Görlitz (ots) - Gold ist nach wie vor als eine sichere Investition in unsichereren Zeiten sehr beliebt und überaus wichtig. Die Golden Gates Edelmetalle GmbH, ein etabliertes Familienunternehmen aus Görlitz, hat sich auf den Verkauf von Edelmetallen und Technologiemetallen an private Kunden spezialisiert. Der Käufer kann sich bei ihnen ein breitgefächertes aber solides Anlageportfolio zusammenstellen. Bei Gold hat er die Wahl zwischen Goldbarren in verschiedenen Stückelungen und verschiedenen Go...
rpc – The Retail Performance Company gehört zu den wachstumsstärksten Unternehmen in … München (ots) - The Retail Performance Company (rpc) zählt zu den am stärksten wachsenden Unternehmensberatungen mit Fokus auf Vertrieb und Handel. Im Ranking "FT 1.000 - Europe's Fastest Growing Companies 2018" der Financial Times wurde das Umsatzwachstum von Unternehmen in 31 europäischen Ländern untersucht. rpc erzielte Platz 2 im Bereich Management Consulting und in der Gesamtliste Platz 56 von 1.000 Unternehmen. Das Ranking der Financial Times ist eine Liste der Top-1.000-Unternehmen in Eur...
Stimmungsbarometer bei Logistikern auf hoch – Deutscher Lager- und Logistikflächenmarkt … Frankfurt (ots) - Trotz geopolitischer Ungewissheiten und trotz eingetrübtem ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland kann derzeit nur ein zunehmend eklatanter Angebotsmangel an Grundstückflächen den deutschen Logistikmarkt ausbremsen. Im ersten Quartal 2018 lag das Umsatzvolumen auf dem deutschen Markt für Lager- und Logistikflächen* (Eigennutzer und Vermietungen) bei 1,78 Mio. m², einem während der letzten zehn Jahre noch nie erzielten Niveau in einem ersten Quartal. Der 10-Jahresschnitt wurde ...
Was ist Luxus? Isolierverglasung und Außenaufzug zählen nicht dazu Berlin (ots) - Die Ankündigung von Sanierungsarbeiten an seiner Wohnung bzw. am gesamten Haus war für einen Mieter ein Schock, denn seine monatlichen Zahlungen sollten anschließend von 754 Euro auf 1.267 Euro steigen. Er hielt das für einen nicht mehr zumutbaren Härtefall einer Luxussanierung, die eindeutig darauf abziele, ihm das weitere Wohnen in dem Objekt unmöglich zu machen. Doch die konkreten Arbeiten - Einsetzen von Isolierglas im Zuge eines Fensteraustausches, Bau eines Außenaufzuges, An...

Über Presseportal.de

presseportal.de - Die große Online-Datenbank für Presseinformationen in Text, Bild, Audio und Video. Pressemitteilungen und Pressematerial zu sehr vielen verschiedenen Themen. Ein Service von news aktuell aus der dpa-Firmengruppe.

© Copyright 2017. IT Journal.