Münster

8. April 2018
Münster

Halle (ots) – Umso mehr ist Münster ein positives Beispiel. In den sozialen Netzwerken wurde weniger spekuliert als in München. Es wurde auch weniger gehetzt. Hingegen folgten binnen Minuten rund 300 Menschen dem Aufruf zum Blutspenden – mehr, als die Uni-Klinik bewältigen konnte. Die Polizei informierte professionell. Das alles hat mit kollektiven Lernprozessen zu tun. Anschläge und Amok-Taten finden in Zeiten von Twitter unter Livebedingungen statt. Dabei gehen Informationen, Emotionen und affektiver Meinungskampf ineinander über. Dass von der neuen Selbstbeherrschung am Samstag viel zu sehen war, darf sich die westfälische Universitätsstadt gutschreiben. Denn Gewalt aller Art trifft unsere Gesellschaft ja derzeit nicht zuletzt deshalb so empfindlich, weil wir eine nervöse Gemeinschaft und ein nervöses Land geworden sind. Münster, so scheint es, ist nicht nervös.

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