Ökonom Gustav Horn fordert Reform von Hartz IV: System muss „radikal vereinfacht“ werden

11. April 2018
Ökonom Gustav Horn fordert Reform von Hartz IV: System muss „radikal vereinfacht“ werden

Berlin (ots) – Der Ökonom Gustav Horn hat eine Reform von Hartz IV gefordert. „Man könnte als Bedingung für einen Anspruch auf Hartz IV einfach festhalten, dass man mindestens zwölf Monate lang arbeitslos sein muss und – wie derzeit auch – zur Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen muss“, schreibt der Leiter des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung in einem Gastbeitrag für die in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ (Donnerstagausgabe). Eine solche „radikale Vereinfachung“ reduziere den Kontrollbedarf und die juristischen Konflikte. Sie wäre effizienter, als einen solidarischen Arbeitsmarkt zu schaffen, wie es der Regierende Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller (SPD), vorschlägt. „Auf diese Weise würden auch Menschen in den Genuss von Hartz IV kommen, deren Haushaltseinkommen derzeit über dem zulässigen Wert läge, aber dies kann als Prämie für jahrelanges Einzahlen in die Arbeitslosenversicherung gesehen werden“, erklärt Horn. In gleicher Logik würden aufgebaute Vermögen geschont. „Im Ergebnis verschlechtert sich durch diese Reform niemand, wohl aber werden langjährige Einzahler in die Sozialversicherung besser gestellt.“

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