Gerresheimer steigert Ergebnis je Aktie im ersten Quartal aufgrund US-Steuerreform

12. April 2018
Gerresheimer steigert Ergebnis je Aktie im ersten Quartal aufgrund US-Steuerreform

Düsseldorf (ots) –

– Währungsbereinigter Umsatz mit EUR 299,2 Mio. im ersten Quartal 2018 erwartungsgemäß stabil gegenüber Vorjahr, organisches Wachstum 0,4 % – Währungsbereinigtes Adjusted EBITDA bei EUR 54,9 Mio., damit wie geplant unter Vorjahreswert von EUR 59,0 Mio. – Wegen Entwicklung des US-Dollars währungsbedingte Verringerung des Umsatzes von 4,1 % auf EUR 290,4 Mio. sowie des Adjusted EBITDA auf EUR 52,6 Mio. – Bereinigtes Ergebnis je Aktie steigt auf EUR 1,85 nach EUR 0,60 im Vorjahresquartal, maßgeblich durch Auswirkungen der US-Steuerreform – Bestätigung des Ausblicks für 2018 – Kaufoption zum Erwerb der verbleibenden 25 % der Anteile an der Triveni Polymer Private Ltd. am 9. April 2018 ausgeübt

Die Gerresheimer AG hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 (1. Dezember 2017 bis 28. Februar 2018) wie geplant beim währungsbereinigten Umsatz stabil gegen-über Vorjahr und beim währungsbereinigten Adjusted EBITDA unter Vorjahreswert abgeschlossen. „Das erste Quartal ist erwartungsgemäß verlaufen. Besonders hervorheben möchte ich den Sprung beim bereinigten Ergebnis je Aktie, der im Wesentlichen durch die Auswirkungen der US-Steuerreform einmalig in diesem Quartal entsteht. Davon werden auch unsere Aktionäre bei der Dividende im nächsten Jahr profitieren. Und um unsere regionale Expansion weiter voranzutreiben, haben wir entschieden, unser indisches Tochterunternehmen für pharmazeutische Kunststoffverpackungen komplett zu übernehmen und die verbleibenden 25 Prozent zu kaufen“, kommentiert Rainer Beaujean, Sprecher des Vorstands und Finanzvorstand.

Im ersten Quartal 2018 konnte der Gerresheimer Konzern den währungsbereinigten Umsatz von EUR 298,0 Mio. im Vorjahresquartal auf EUR 299,2 Mio. steigern. Damit ist der Umsatz organisch, d.h. bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen sowie Desinvestitionen, um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal angestiegen. Die Umsätze mit Entwicklungsleistungen und Werkzeugen waren im Quartal wie geplant rückläufig. Der Verkauf von medizinischen Kunststoffsystemen entwickelte sich gut. Gerade das Inhalatorprojekt in Nordamerika entwickelt sich gut und konnte die geringere Nachfrage mit anderen medizinischen Kunststoffsystemen mit einigen Kunden, bei denen wir Alleinlieferant sind, überkompensieren. Die Umsätze mit pharmazeutischen Kunststoffverpackungen in Brasilien und Indien zogen deutlich an. Unter anderem aufgrund der stark ausgeprägten Grippesaison war auch die Nachfrage nach Kunststofffläschchen für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA recht hoch. Die Umsätze mit Primärverpackungen aus Glas waren in Nordamerika hingegen weiterhin rückläufig. Die relativ hohe Zurückhaltung einiger Pharma-Großkunden hält dort weiter an und verbessert sich nur langsam. Die gute Umsatzentwicklung mit Primärverpackungen aus Glas in allen anderen Regionen konnte dies allerdings vollständig kompensieren, insbesondere getragen durch gute Umsätze mit Kosmetikglas in Europa und mit Pharmaglas in China. Im Wesentlichen bedingt durch die Entwicklung des USD-Kurses ist der berichtete Umsatz im gleichen Zeitraum von EUR 302,8 Mio. auf EUR 290,4 Mio. gesunken.

Das währungsbereinigte Adjusted EBITDA ist wie geplant von EUR 59,0 Mio. im Vorjahresquartal auf EUR 54,9 Mio. im ersten Quartal 2018 gesunken. Hierbei hat sich die Umsatzentwicklung im Engineering- und Werkzeuggeschäft geringfügig negativ auf das Adjusted EBITDA ausgewirkt. Des Weiteren haben höhere Kosten für Plastikgranulate, die Gerresheimer nur mit Zeitverzögerung von einigen Monaten an seine Kunden weitergeben kann, das Adjusted EBITDA negativ beeinflusst. Im Geschäft mit Primärverpackungen aus Glas waren geringere Umsätze in der Region Nordamerika mit einer damit einhergehenden geringeren Auslastung der installierten Kapazitäten eine wesentliche Ursache für ein geringeres Adjusted EBITDA. Ferner wurde, wie auch im Vorjahresquartal, eine geplante Ofenreparatur durchgeführt. Das Adjusted EBITDA inklusive Währungseffekten betrug EUR 52,6 Mio. nach EUR 59,9 Mio. im ersten Quartal 2017. Die Adjusted EBITDA-Marge beträgt somit 18,1 Prozent und liegt damit ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahresquartals von 19,8 Prozent.

Das bereinigte Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen betrug EUR 58,1 Mio. und erhöhte sich damit um EUR 39,4 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 18,7 Mio. im Wesentlichen durch Effekte aus der US-Steuerreform. Als Konsequenz ergibt sich damit das bereinigte Ergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen von EUR 1,85 im ersten Quartal 2018 bei einem Vorjahreswert von EUR 0,60. Die Nettofinanzschulden sind zum 28. Februar 2018 um EUR 14,2 Mio. auf EUR 726,9 Mio. leicht gestiegen. Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate lag bei dem 2,4-fachen und damit unter der mittelfristigen Zielvorgabe des 2,5-fachen.

Die Investitionen betrugen im 1. Quartal 2018 EUR 10,8 Mio. nach EUR 15,1 Mio. im Vorjahresquartal. Ein größerer Teil der Investitionen entfiel auf den Ausbau der Inhalatorproduktion in den USA und den Ausbau des Produktportfolios. Außerdem wurde in eine geplante Ofen-reparatur investiert.

Am 9. April 2018 hat Gerresheimer die Kaufoption (Call-Option) auf den Erwerb der verbleibenden 25 % der Anteile an der Triveni Polymers Private Ltd., Neu-Delhi (Indien) ausgeübt. Der Kaufpreis für diesen Anteil wird voraussichtlich im niedrigen zweistelligen EUR Millionenbereich liegen.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2018 geht Gerresheimer weiterhin von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen. Die Berechnung erfolgt dabei auf Basis der Ist-Durchschnittskurse des Geschäftsjahres 2017. Dabei hat das Unternehmen für den US-Dollar, der mit einem Umsatzanteil von rund einem Drittel an den geplanten Konzernumsatzerlösen für das Geschäftsjahr 2018 bzw. ca. 40 % des Adjusted EBITDA den größten Währungseinfluss auf die Konzernwährung haben dürfte, eine Wechselkursannahme von rund USD 1,12 je EUR 1,00 zugrunde gelegt. Weiterhin gilt hierbei, dass eine Steigerung bzw. eine Verringerung des US-Dollars im Verhältnis zum Euro von rund 1 Cent ca. EUR 4 Mio. Umsatzerlös- bzw. EUR 1 Mio. Adjusted EBITDA-Einfluss hat. Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund der Produktionsstandorte in den USA und Finanzschulden in US-Dollar keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu Translationseffekten.

– Für den Umsatz erwartet Gerresheimer eine Bandbreite, deren unteres Ende der Ist-Wert des Geschäftsjahres 2017 bildet. Am oberen Ende erwartet das Unternehmen einen währungsbereinigten Umsatz von bis zu rund EUR 1,4 Mrd. – Für das währungsbereinigte Adjusted EBITDA rechnet Gerresheimer mit einer Bandbreite von EUR 305 Mio. bis EUR 315 Mio. – Investitionen werden 2018 in Höhe von rund 8 Prozent des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen getätigt werden. – Langfristig strebt das Unternehmen ein Gx ROCE von rund 15 Prozent an.

Den vollständigen Quartalsbericht finden Sie unter: www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte

Quellenangaben

Textquelle:Gerresheimer AG, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/9072/3914240
Newsroom:Gerresheimer AG
Pressekontakt:Jens Kürten
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