Harald Ries zu Ausländern in Deutschland

12. April 2018
Harald Ries zu Ausländern in Deutschland

Hagen (ots) – Die Zahl der Ausländer in Deutschland ist auf den Rekordwert von 10,6 Millionen gestiegen. Ist das zu viel? Unbedingt, schreien besorgte Verteidiger des Deutschtums. Keinesfalls, rufen engagierte Idealisten. Kommt darauf an, antwortet die Stimme der Vernunft. Denn Zahlen allein sagen wenig. In Sachsen erzeugen schon einzelne Fremde Panik, anderswo ist man Vielfalt gewohnt. Geografische Nähe spielt eine Rolle, aber Ärzte aus dem Iran oder Uganda sind willkommener als Prostituierte oder Bettler vom Westbalkan, auch wenn der zur EU gehört. Und wenn es Konflikte gibt, dann weniger in den Villenvierteln, sondern dort, wo Konkurrenz um Ressourcen herrscht oder, wie im Osten, Minderwertigkeitskomplexe wuchern. Wichtig ist vor allem die soziale Frage, weniger die Kultur. Manches regelt die Gewöhnung: In den 60-ern wurden Gastarbeiter aus Südeuropa diskriminiert; heute gehören sie zu uns. Und der Islam? Hat einige Probleme und macht welche. Die Mehrheit der Muslime dagegen identifiziert sich mit Deutschland. Wir sollten sie nicht zurückstoßen. Was wir aber endlich brauchen, ist ein Einwanderungsrecht, das Menschen, die wir aufnehmen wollen, nicht auf den Asylweg schickt.

Quellenangaben

Textquelle:Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/58966/3915207
Newsroom:Westfalenpost
Pressekontakt:Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Weitere interessante News

Konzept klingt schlüssig Berlin (ots) - Kurzform: Der Senatsplan sorgt nun auch dafür, dass mit je zwei Standorten pro Bezirk - nur in Neukölln entstehen drei kleinere Gebäude - die Flüchtlinge gleichmäßiger in der Stadt verteilt werden. Nicht alle werden glücklich mit der Lösung sein. Einige Bezirke monieren, dass der vom Senat beschlossene Standort nicht gut geeignet sei. Auch für viele Anwohner ist die jetzt getroffene Entscheidung nicht einfach. Senat und Bezirk müssen daher von Anfang an mit ihnen reden - und späte...
Leutheusser-Schnarrenberger kritisiert schwarz-gelbes Polizeigesetz Bielefeld (ots) - Bielefeld. Ex-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat das geplante Polizeigesetz der schwarz-gelben NRW-Regierung kritisiert. "Nordrhein-Westfalen schießt über das Ziel hinaus", sagte Leutheusser-Schnarrenberger der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Mittwoch). Die FDP nehme die Bürgerrechte ernst, "aber es gibt noch Luft nach oben", sagte sie über ihre Partei. Angesichts des Unterbindungsgewahrsams, der in Nordrhein-Westfalen laut dem Gesetz...
Mein Bruder, der Mörder: Schwester von Unterwelt-König Willem Holleeder lebt in … Berlin (ots) - In den Niederlanden steht derzeit Amsterdams berüchtigter Unterwelt-König Willem Holleeder vor Gericht, auch weil seine Schwester gegen ihn ausgesagt hat. Seitdem lebt Astrid Holleeder in Angst, fährt gepanzerte Wagen, trägt schusssichere Westen. Sie ist überzeugt, irgendwann durch ihren Bruder zu sterben. "Es ist nur eine Frage der Zeit. Bei meiner ersten Zeugenaussage vor Jahren habe ich gesagt: Wenn ich jetzt unterschreibe, unterschreibe ich damit mein Todesurteil", sagte sie d...

Über Presseportal.de

presseportal.de - Die große Online-Datenbank für Presseinformationen in Text, Bild, Audio und Video. Pressemitteilungen und Pressematerial zu sehr vielen verschiedenen Themen. Ein Service von news aktuell aus der dpa-Firmengruppe.

© Copyright 2017. IT Journal.