Weltspiegel – Auslandskorrespondenten berichten

13. April 2018
Weltspiegel – Auslandskorrespondenten berichten

München (ots) – Moderation: Natalie Amiri

Geplante Themen:

Israel: Grenzen in Gefahr / Yaniv Kariaf, Oberstleutnant des israelischen Militärs, ist mit seinen Leuten an der Grenze zum Libanon im Einsatz. Bei ihren Patrouillenfahrten sehen sie weit ins Feindesland. Die vielen kleinen Orte in Grenznähe, so Kariaf, seien nur als Bauerndörfer getarnt. In Wahrheit habe die Hisbollah dort überall Kämpfer und Waffen. Derzeit herrscht in der Grenzregion eine trügerische Ruhe. Der kleinste Zwischenfall kann dazu führen, dass die Gefechte wieder aufflammen. Die schiitischen Hisbollah-Milizen sieht das israelische Militär als größte Bedrohung: Durch die Unterstützung des Iran sowie jahrelange Kampferfahrung in Syrien sind sie besser ausgerüstet und gefährlicher denn je. Ihre Raketen könnten nicht nur Haifa, sondern auch Tel Aviv erreichen. Aber nicht nur an der Grenze zum Libanon sind Militär und Anwohner ständig in Alarmbereitschaft: In Gaza wurden bei Protesten am Grenzzaun in den vergangenen zwei Wochen bereits mehr als 30 Menschen vom israelischen Militär erschossen. Und wenn der Krieg in Syrien eskaliert, könnte Israel auch offiziell mithineingezogen werden. (Autorin: Susanne Glass, ARD Tel Aviv)

Libanon: Hisbollah vor neuen Kämpfen? / Schiitische Hisbollah-Kämpfer sterben in Syrien. Sie kämpfen für die Assad-Regierung gegen militante islamistische Sunniten. Auch Haidar ließ dort im Kampf sein Leben. Seine Familie trauert um ihn, ist aber auch stolz, dass er im Sinne der Schiiten den Anfängen gewehrt hat. Denn, so sagt sein Vater Mohammed, würde die Hisbollah in Syrien nicht die Rechte der Schiiten verteidigen, dann wären die sunnitischen Extremisten schon längst im Libanon einmarschiert, um alle Schiiten auszulöschen. Es sei ein Akt der Selbstverteidigung. Nach dem Krieg ist vor dem Krieg: Während ihre Männer in Syrien kämpfen, hält man in Führungskreisen einen Konflikt mit Israel für wahrscheinlich bis unvermeidbar. Aus Sicht der Hisbollah ist Israel der ewige Aggressor. (Autor: Alexander Stenzel, ARD Kairo)

Japan: Kindersegen im Land der Alten / Nagi in der Präfektur Okayama im Südwesten Japans hat das Unmögliche geschafft: Das 6000-Einwohner-Städtchen konnte in knapp zehn Jahren seine Geburtenrate vom Landesdurchschnitt in Höhe von 1,4 Prozent auf zeitweise 2,8 Prozent verdoppeln – japanische Spitze! Mit einer „Babyprämie“ von umgerechnet 1000 Euro für das erste und 1500 Euro für das zweite Kind, Grundstücken für Familien, die in den Ort ziehen, kostenloser medizinischer Versorgung und ab dem zweiten Kind Gratis-Kita setzt Nagi Standards, die Familiengründungen leichter möglich machen. Und in einem „Kinderhaus“ können sich Mütter mit ihren Kindern treffen, während die Seniorinnen die Betreuung für die ganz Kleinen übernehmen. Im „Job-Supermarkt“ arbeiten junge Mütter stundenweise – die Kinder sind natürlich mit dabei. Was nach Skandinavien klingt, ist für Japan ganz untypisch und doch ein Erfolg in der ältesten Gesellschaft der Welt. (Autor: Gábor Halász, ARD)

Türkei: Die Bühne der Frauen / Die 60-jährige Ümmiye Kocak führt ein klassisches Bauernleben, mitten im anatolischen Hochland: frühe Heirat, Kinder, Feldarbeit. Doch als eines Tages eine Theatergruppe in ihrem Dorf Station macht, ändert sich ihr Leben plötzlich schlagartig: Sie beschließt, selbst eine Theatergruppe zu gründen – und zwar ausschließlich für Frauen. Ihr Ziel: Die Stimme der Frauen in der ganzen Türkei hörbar zu machen. Mit selbstgeschriebenen Theaterstücken touren die Dorffrauen seit einigen Jahren durchs Land – und versuchen verstaubte Klischees, soziale Konflikte und gesellschaftliche Tabus spielerisch dem Publikum näherzubringen. Katharina Willinger begleitet die Frauentheatergruppe auf ihrer Reise nach Hakkari, in den kurdisch geprägten Südosten der Türkei, wo seit Jahren ein blutiger Kampf zwischen türkischem Militär und der verbotenen Terrororganisation PKK tobt. (Autorin: Katharina Willinger, ARD Istanbul)

Lesotho: Eine Schule für Hirtenjungen / Hirten in Lesotho haben es nicht leicht: Oft sind die Jungen weit von ihrer Familie entfernt oder haben erst gar keine Eltern mehr. Zur Schule können sie nicht gehen. Wie sollen sie sich dann ihren Arbeitgebern gegenüber rechtfertigen, wenn sie nicht einmal das Vieh zählen können? Julius Majoro, selbst Viehhirte, bringt ehrenamtlich abends Hirtenjungen zusammen und versucht ihnen zu vermitteln, was sie zumindest für ihre Arbeit und das Leben wissen müssen. (Autorin: Joana Jäschke)

Redaktion: Dr. Brigitte Abold

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Quellenangaben

Textquelle:ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/6694/3915374
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