Starkes Signal Kommentar zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk

4. März 2018
Starkes Signal  Kommentar zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Mainz (ots) – Nicht nur in der Schweiz, auch in Deutschland haben die zahlreichen Gegner von Rundfunkgebühren einen deutlichen Dämpfer erhalten. Der gesellschaftliche Konsens, dass es gut ist, einen gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu haben, ist offenbar doch größer als gedacht. In der Schweiz sind die Menschen lärmenden Populisten nicht auf den Leim gegangen, die immer behaupten, der „Staatsrundfunk“ würge die Meinungsvielfalt ab, dabei aber stets unerwähnt lassen, wer von einem Rückzug der Öffentlich-Rechtlichen vom Medienmarkt vor allem profitieren würde: mächtige Konzerne, die ihre Programme einzig und allein an ihren Geschäftsinteressen ausrichten. Aktuelle Umfragewerte, wonach sich immerhin 55 Prozent gegen die Abschaffung von ARD und ZDF ausgesprochen haben, nähren die Hoffnung, dass auch die Mehrheit der Deutschen den Durchblick noch nicht verloren hat. Für Euphorie besteht allerdings kein Anlass, für Nachdenklichkeit umso mehr. Die Schweizer Rundfunkgesellschaft SRG hat bereits die richtigen Konsequenzen aus der Debatte gezogen und Sparmaßnahmen sowie eine Qualitätsoffensive angekündigt: Künftig soll ein höherer Anteil der Gebühreneinnahmen in Informations- und Kulturprogramme investiert werden. Ein starkes Signal aus der Schweiz. Es sollte die Verantwortlichen von ARD und ZDF hellhörig machen und sie darin bestärken, ihre Apparate weiter zu verschlanken und ihre zumindest über weite Strecken eindimensionale, weil immer noch vor allem quotenorientierte Programmgestaltung stärker zu hinterfragen als bisher.

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