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Einkaufen ohne Kasse – ein Modell für die Zukunft?

Einkaufen ohne Kasse - ein Modell für die Zukunft?

Die Mehrzahl der Menschen regt sich darüber auf, wenn sie im zu lange in der Schlange stehen müssen. Diese Zeiten können jedoch bald vorbei sein, denn es laufen bereits die ersten Versuche, ob ein Supermarkt tatsächlich ohne auskommt. Alles, was der Kunde mitbringen muss, ist sein Smartphone und natürlich die passende . Der Kassenbon selbst wird dann direkt auf das Smartphone geladen.

Problemlos einkaufen ohne Kasse

Am Anfang ist es vielleicht noch etwas seltsam, mit einem Einkaufswagen voller Lebensmittel den Supermarkt zu verlassen, ohne an der Kasse vorbeigegangen zu sein. Die Unruhe legt sich allerdings sehr schnell, denn wenn das Smartphone vibriert, ist dies das sichere Zeichen, dass alles in Ordnung ist und der Kassenbon auf das Telefon geladen wird. Möglich wird so etwas in einer sogenannten autonomen Checkout-Filiale einer Supermarktkette, die diesen seit Herbst des vergangenen Jahres anbietet. Dieser Markt gleicht anderen Geschäften, nur mit einem Unterschied: In den Regalen sind Gewichtssensoren und unter der Decke Kameras angebracht. Die Sensoren erkennen die Produkte, aber auch Personen und alle Interaktionen. Daraus wird dann ermittelt, welche Produkte der Kunde gekauft hat.

Ohne Warteschlange einkaufen

Möglich wird der ohne Kasse und Kassiererin durch ein , was auf Kameras und einer KI- basiert. Die Idee stammt ursprünglich aus Israel, wo diese Supermärkte schon länger in Betrieb sind. Wer meint, dass eine solche Filiale ein Geistermarkt ist, irrt sich, dort wird ganz normal eingekauft wie in jedem anderen Supermarkt auch. Wer möchte, kann immer noch an einer klassischen Kasse bezahlen, wer jedoch die Warteschlange umgehen will, kauft mit einem sogenannten Selbstscanner ein. Die Mitarbeiter des Markts helfen hier bei Fragen gerne weiter.

Welche App ist notwendig?

Die Mitarbeiter berichten, dass die Kunden erstaunlich wenig Fragen haben. Sie laden einfach die Pick & Go-App zusammen mit den persönlichen Daten und den Daten der Kreditkarte auf ihr Smartphone. Dann zeigt die App einen QR-Code, der vor den Scanner an der Schranke am Eingang gehalten wird. Ab dort gehen dann die Kameras mit dem Kunden durch das Geschäft. Alle Kunden werden dabei als eine Art schematische Darstellung gespeichert. Ein Zeitstempel hält zudem den Weg des Kunden durch den Supermarkt fest. Ganz gleich, was gekauft wird, ob Käse oder Tee, Gewürze oder Brötchen, alles wird genau registriert. Ist der Einkauf beendet, dann kann der Kunde einfach den Laden verlassen und bekommt umgehend seinen Kassenbon auf sein Smartphone.

Gibt es auch Fehler?

Nichts ist vollkommen, auch die kassenlose Supermarktfiliale nicht. Wenn der Kunde beispielsweise zwei Packungen Käse aus dem Regal nimmt und eine wieder zurücklegt, kann es passieren, dass der Käse doppelt berechnet wird. Bei Einkäufen unter 15 Euro lässt sich dies mit der App aber einfach korrigieren.

Fazit zum Einkaufen ohne Kasse

Der Supermarkt, der den Pilotversuch der Filiale ohne Kasse gestartet hat, versichert seinen Kunden, dass die Privatsphäre beim ohne Kasse immer gewahrt bleibt. Deshalb arbeitet das System nicht mit einer Gesichtserkennung, es werden keine Daten gespeichert und eine Identifizierung der Kunden findet nicht statt. Der Umgang mit den zum Teil sensiblen Daten wird außerdem von einer neutralen und externen Kanzlei regelmäßig überprüft.

Bild: @ depositphotos.com / phranai2006@gmail.com

Ulrike Dietz
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