Kommentar Männerpartei CSU = Von Gregor Mayntz

5. März 2018
Kommentar 
Männerpartei CSU 
= Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) – Mann (68), Mann (62), Mann (43) – wenn das Horst Seehofers letztes Wort im Kapitel „Wir haben verstanden“ sein soll, dann ist der CSU nicht mehr zu helfen. In knapp fünf Jahrzehnten Mitregierung im Bund entschied sich die CSU, 29 Persönlichkeiten Minister werden zu lassen. 27 Mal waren es Männer. Gerda Hasselfeldt (1989 bis 1992) und Ilse Aigner (2008 bis 2013) bleiben weiterhin die einzigen CSU-Ministerinnen. Bezeichnend ist, dass beide für ausscheidende Männer nachrückten, sich dann aber so bewährten, dass sie auch der nächsten Regierung angehörten. Daraus folgt: Die zu Beginn einer Regierungszeit gefällte Entscheidung, keine Frau zu berufen, kann nicht mit dem Argument bemäntelt werden, es gehe nur nach Qualifikation. Wer Frauen eine Chance gibt, kommt danach nicht mehr um sie herum, weil plötzlich kein Mann besser ist als sie. Gerade hatte die CSU Dorothee Bär als Parteivize einem gestandenen Minister vorgezogen. Nun wird sie als Staatsministerin vertröstet, eine den drei Herren Ministern nicht ebenbürtige Rolle. Ein Fehlstart schon vor dem Start.

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