Polizeigewerkschaft fordert nach tödlichen Messerangriffen schärfere Waffengesetze

16. März 2018
Polizeigewerkschaft fordert nach tödlichen Messerangriffen schärfere Waffengesetze

Osnabrück (ots) – Polizeigewerkschaft fordert nach tödlichen Messerangriffen schärfere Waffengesetze

Bundesvorsitzender Wendt: Tragen von Messern in Schulen muss bestraft werden

Osnabrück. Nach einem tödlichen Messerangriff in Flensburg und einer Reihe ähnlicher Fälle binnen kurzer Zeit fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) eine Verschärfung des Waffenrechts. „Wenn jemand ein Messer in die Schule oder Diskothek mitbringt, muss das bestraft werden“, sagte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). Die Polizeigewerkschaft zeigt sich besorgt über eine zunehmende Bewaffnung mit Messern bei jungen Menschen.

Die Erfahrung der Polizei habe gezeigt, dass vor allem viele junge Migranten sich mit Messern bewaffnen würden. „Es ist ein Trend, der in der Regel von jungen Arabern ausgeht, die glauben, mit einem Messer besser unterwegs zu sein, weil sie das für leicht verfügbar halten. Sie haben die Vorstellung, dass es nichts Ungewöhnliches oder nicht Schlimmes ist, ein Messer mit sich zu führen“, sagte Wendt. Bei Streitigkeiten würden immer häufiger Stichwaffen eingesetzt, ohne dass Jugendliche vorher über die Folgen nachdächten. „Bei denen, die ein Messer bei sich haben, ist die Hemmschwelle absolut niedrig geworden, das auch zu benutzen“, sagte Wendt.

Es gehöre mittlerweile zum Alltag, dass Messer auch mit in die Schulen gebracht würden. „Die Lehrer, die das nicht wissen, sind eigentlich in höchster Gefahr“, sagte Wendt. Sie könnten überhaupt nicht abschätzen, wer bewaffnet sei, und wer möglicherweise auch schon in bewaffnete Auseinandersetzungen verwickelt war, weil Staatsanwaltschaft oder Gericht die Schulen nicht informieren würden. Auch festgelegte Gefahrenzonen in Städten, in denen die Polizei Menschen verdachtsunabhängig durchsuchen darf, müssten ausgeweitet werden. Hamburg habe damit gute Erfahrungen gemacht. „Wo es das noch nicht gibt, muss man das in den Polizeigesetzen verankern“, sagte Wendt.

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