Bafin-Chef sieht Lebensversicherer unter Druck

16. März 2018
Bafin-Chef sieht Lebensversicherer unter Druck

Osnabrück (ots) – Bafin-Chef sieht Lebensversicherer unter Druck

Hufeld: Lage wegen des Zinstiefs angespannt

Bonn. Deutschlands oberster Finanzaufseher Felix Hufeld sieht die Lebensversicherer „aufgrund des Zinstiefs erheblichem Druck ausgesetzt.“ Die Lage sei angespannt, aber es handle sich um keine akute Krise, sagte der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag).

Hufeld skizzierte das Problem wie folgt: „Die Kapitalerträge schmelzen schneller ab als die höherverzinslichen Verpflichtungen, die die Versicherer in früheren Jahren eingegangen sind.“ Sowohl die Aufsicht als auch die Anbieter selbst arbeiteten aber „seit Jahren sehr hart an Maßnahmen, die die Stabilität erhöhen“. Als Beispiel nannte der Bafin-Präsident die sogenannte Zinszusatzreserve. Diesen Puffer müssen die Lebensversicherer bilden, um ihre langfristigen Zahlungsversprechen abzusichern. „Hier hat sich bereits ein erheblicher Betrag angesammelt: Zum Jahresende 2017 waren es etwa 60 Milliarden Euro.“

Viele Versicherungsunternehmen haben das Neugeschäft mit Lebensversicherungen bereits eingestellt. Manche Anbieter wie die italienische Generali erwägen auch, Altbestände an Abwicklungsfirmen zu verkaufen. Hufeld betonte, dass solche Bestandsübertragungen an strenge Voraussetzungen geknüpft seien. „Vereinfacht formuliert dürfen die Kunden durch eine Bestandsübertragung nicht schlechter gestellt sein als vorher. Und das prüfen wir genau.“ Allerdings gebe es bisher nur eine begrenzte Anzahl von Fällen.

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