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Funklöcher in Deutschland – noch immer ein Problem

Funklöcher in Deutschland – noch immer ein Problem

Die deutschen -Firmen werden nicht müde, über die Fortschritte beim Ausbau des Netzes zu berichten. Aus der Sicht der Handynutzer sieht das Ganze allerdings etwas anders aus, denn sie sehen immer noch ein gravierendes Problem beim Thema Funkloch. Eine Umfrage zeigt, dass rund 53 Prozent der Bürgerinnen und Bürger oft oder sehr oft über abgebrochene Verbindungen und Netzausfälle klagen. Bei denjenigen, die zwischen Wohnort und Arbeitsplatz pendeln, waren es sogar mehr als 62 Prozent.

Probleme an den Verkehrswegen

Die überwiegende Zahl der Funklöcher in Deutschland ist an den Verkehrswegen zu finden, deshalb sind sie die „Achillesferse“ des Mobilfunknetzes. Immer noch liegen diese Funklöcher hauptsächlich an den Streckenkilometern entlang des Straßen- und Schienennetzes, besonders betrifft es dabei die eher dünn besiedelten Gebiete. Dazu kommen die äußeren Faktoren wie Tunnel oder die funkundurchlässigen Fenster der Züge, wodurch die Netzprobleme noch zusätzlich verstärkt werden. Im Jahre 2022 ist es nach wie vor keine Selbstverständlichkeit, während einer Fahrt mit dem Zug ohne Unterbrechung mit dem Smartphone zu telefonieren oder im zu surfen. Hier sehen die Experten die größten Probleme, an denen die Mobilfunkanbieter dringend arbeiten müssen.

Funklöcher in Deutschland – es gibt noch viel zu tun

Ende dieses Jahres läuft die Frist für die ab. An den Autobahnen, an den besonders wichtigen Bundesstraßen und an den viel genutzten Schienenwegen muss ein von 100 MBit pro Sekunde einfach möglich sein. Eine Einschränkung gibt es aber: Dort, wo die Mobilfunkfirmen kein Grundstück für ihre Funkmasten bekommen oder wo sie keine errichten dürfen, weil es dort vielleicht ein Naturschutzgebiet gibt, darf es auch in der weiter Funklöcher geben. Nach einem Papier der Bundesnetzagentur, was die Daten für den Januar 2022 enthält, müssen die drei inländischen Netzbetreiber noch Verbesserungen vornehmen. Vodafone, die Deutsche und Telefónica Deutschland (o2) sind vor allem beim Ausbau des Netzes entlang der Verkehrswege gefragt.

Wie sieht die Abdeckung aus?

Wer sich die Abdeckungsspanne in Deutschland anschaut, wird sich wahrscheinlich über Funklöcher nicht weiter wundern. An den deutschen Autobahnen liegt die Spanne zwischen 93 und 99 Prozent, bei den wichtigen Bundesstraßen sind es jedoch nur zwischen 90 und 96 Prozent. Auf der Schiene liegt die Spanne zwischen 92 und 97 Prozent. Diese Zahlen beziehen sich auf schlechtesten und die besten Netzbetreiber. Genaue Details hierzu gibt die Bundesnetzagentur leider nicht bekannt. Nach Meinung von Experten dürfte die Deutsche Telekom knapp vor Vodafone liegen, mit geringem Abstand folgt dann o2, Telefónica Deutschland.

Fazit zu Funklöchern in Deutschland

Die gute Qualität lässt sich die Deutsche Telekom allerdings auch gut bezahlen, während sich bei Vodafone Preis und Qualität in etwa die Waage halten. Die Tarife bei Telefónica Deutschland sind deutlich günstiger, aber sie haben viele Schwachstellen besonders in den eher dünn besiedelten Regionen des Landes. Alle, die eine Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur haben, können die genaue Netzabdeckung an ihrem Wohnort einfach überprüfen. Entscheidend ist dabei besonders das LTE-Netz (4G). Tarife und Smartphones im 5G-Netz sind aktuell noch zu teuer. Das schon etwas ältere 2G-Netz dient inzwischen nur noch als sogenanntes Sicherungsnetz. Das Handynetz ist ein wichtiges Qualitätskriterium für den Handytarif und sollte daher sorgfältig ausgesucht werden.

Bild: @ depositphotos.com / innovatedcaptures

Ulrike Dietz
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